Eishockey: Adler machen zu viele Fehler

Die Mannheimer haben gegen die Grizzlys aus Wolfsburg keine Chance. Nach der 3:7-Niederlage müssen sie zudem die Tabellenführung abgeben.

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MANNHEIM. Die Mannheimer Adler mussten am Sonntag im Geister-Heimspiel gegen die Wolfsburg Grizzlys einen herben Dämpfer einstecken. Das Team von Trainer Pavel Gross unterlag überraschend deutlich mit 3:7 (1:5, 1:1, 1:1). Die Adler verpassten damit den Sprung auf Tabellenplatz eins in der Deutschen Eishockey-Liga, bleiben mit 49 Punkten Zweiter. Zwar hat Spitzenreiter EHC Münchner nur 45 Zähler, aber auch drei Spiele weniger bestritten und daher den besten Punktequotienten in der DEL.

Die Grizzlys spielten ein überragendes erstes Viertel, profitierten dabei aber auch von Fehlern der Mannheimer, die ein indiskutables Zweikampfverhalten an den tag legten und viel zu oft zu leicht die Scheibe verloren. Bereits nach 70 Sekunden führten die Gäste mit 2:0. Und es kam noch schlimmer für die Adler, die mit dem druckvollen Spiel der Grizzlys überhaupt nicht zurecht kamen. Spencer Machacek traf in Wolfsburger Überzahl zum 3:0 (8.) und legte kurz danach zum 4:0 (13.) nach. Jordan Szwarz erzielte zwar in Unterzahl das erste Tor für die Adle. Doch nur wenig später spielte Wolfsburg wieder mit einem Mann mehr auf dem Eis, und Garrett Festerling markierte das 5:1 (17.).

Die Adler hielten in den folgenden beiden Dritteln das Spielgeschehen offen. Doch Wolfsburg blieb in der Offensive effektiv. David Wolf, der ins Team zurückgekehrt war, gelang mit dem 3:7 nur noch Ergebniskosmetik. Wolf betonte: "Wolfsburg war sehr gut auf uns eingestellt, und gerade hier in Mannheim sind die Zuschauer oft der sechste Mann auf dem Eis. Wir müssen aber Wege finden, die Spiele trotzdem zu gewinnen." Das 3:7 war die zweite Heimniederlage der Adler in dieser Saison.

Tore: 0:1 Archibald (1:00), 0:2 Rech (1:10), 0:3 Machacek (7:58), 0:4 Machacek (12:39), 1:4 Szwarz (16:08), 1:5 Festerling (19:06), 1:6 Nijenhuis (27:47), 2:6 Melart (37:39), 2:7 Melchiori (44:04), 3:7 Wolf (48:56). - Schiedsrichter: Hoppe/Rantala (Frankfurt/Finnland). - Strafminuten: 12:10. - Beste Spieler: Wolf/Macacek.