Aytac Sulu über seine Mannschaftskameraden in der „Elf des...

aus SV Darmstadt 98

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Der Kapitän beschreibt seine ehemaligen Mitspieler kurz und bündig: Vom verrückten Vogel bis zum Windhund.

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DARMSTADT. Aytac Sulu trug sechs Jahre das Lilien-Trikot, fünfeinhalb Jahre war er Kapitän. Und spielte mit allen zusammen, die die Echo-Leser in die „Elf des Jahrzehnts“ wählten. Seine Kurzeinschätzung zu seinen Mitspielern:

Daniel Heuer Fernandes: Fußballerisch der stärkste Torwart, mit dem ich zusammen gespielt habe – knapp vor Christian Mathenia. Ferro ist zudem auf der Linie und im 1:1 bärenstark. Er gehört in die Bundesliga.

Sandro Sirigu: Der positiv verrückte Vogel. Er sagte immer, er habe keine Luft – und marschiert dann 90 Minuten hoch und runter. Er sorgte 52 Wochen im Jahr für gute Stimmung. Der liebste Mensch, den ich kennenlernen durfte.

Romain Bregerie: Wuchtiger Spieler mit starker Präsenz. Ein feiner Typ, ich habe ihn nie böse erlebt.

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Fabian Holland: Der Dauerbrenner. Mit ihm habe ich mich auf dem Platz blind verstanden. Ein Wahnsinnstyp. Wenn der mal sauer wurde, dann vielleicht im Keller zu Hause.

Jerome Gondorf: Der läuft jetzt wahrscheinlich immer noch, der wurde nie müde und hat Kilometer vom Feinsten abgespult. Unheimlich ballsicher, gab nie auf. Ein klassischer Achter mit hoher fußballerischer Qualität. Wenn wir nicht wussten, wohin mit dem Ball, haben wir ihn zu Jerome gespielt.

Peter Niemeyer: Der Abräumer vor der Abwehr. Hat Fußball gearbeitet und gekämpft. Er hat die wichtigen Zweikämpfe gewonnen und der Abwehr viel Sicherheit gegeben, weil er alles abgeräumt hat.

Tobias Kempe: Eine Diva auf dem Platz. Da sind auch schon mal härtere Worte zu seinen Mitspielern gefallen – aber im positiven Sinn. Seine Standards und seine Ballsicherheit waren für uns immens wichtig.

Marcel Heller: Unser Windhund. Wir wussten, wenn sich beim Gegner Räume hinter der Abwehr auftun, müssen wir über außen spielen. Und da war es gut, so ein Geschoss wie Marcel zu haben.

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Dominik Stroh-Engel: Einer der gemütlichsten Spieler, den ich je kennengelernt habe. Der hatte eine wahnsinnige Ruhe in sich und die Aufstiegssaison mit der Torjägerkanone gekrönt. Wir haben zu ihm gesagt: Bleib vorn und schieß deine Tore, den Rest machen wir hinten.

Sandro Wagner: Unser Enfant terrible. Für uns war er Gold wert. Hat mit seiner Art die Mannschaft und die Fans mitgezogen. Auf dem Platz giftig und gallig. Sandro hat uns mit seinen Toren den Klassenerhalt mitgesichert. Er war aber ein Familienmensch, die hatte für ihn absolute Priorität.

Trainer Dirk Schuster: Er hat immer ein glückliches Händchen gehabt. Er wusste, was der Mannschaft gut tut und fand die richtige Mischung zwischen Zuckerbrot und Peitsche. Solche Erfolge wie in Darmstadt ergeben sich nicht einfach so. Da hat man als Trainer viel richtig gemacht.

Von Jens-Jörg Wannemacher