Fußballer Emil Meyer: Senkrechtstarter der A-Liga Wiesbaden

Emil Meyer Foto: Meyer

14 Buden, sechs Assists – Emil Meyer von der Spvgg. Igstadt startet nach Football-Phase beim Fußball durch.

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WIESBADEN. „Nur ein Umzug wegen meines Studiums könnte mich aus Igstadt holen“, bekennt sich Emil Meyer klar zu seinem Verein. Der 19-Jährige ist bei den Fußballern der Spvgg. Igstadt unbestritten der Shootingstar der noch jungen A-Liga-Saison und dürfte mit Sicherheit schon auf dem Zettel höherklassiger Teams stehen. Dabei ist Emil Meyer im Kreis Wiesbaden noch ein vergleichsweise unbekannter Name. Mit sechs Jahren begann der gebürtige Sonnenberger in Rambach Fußball zu spielen. Der Hartplatz an der Trompeterstraße stellte bis zur B-Jugend seine sportliche Heimat dar, ehe es ihn zum SC Kohlheck zog.

NFL geschaut und Lust auf American Football bekommen

Nach einem Jahr in Kolheck hing Emil Meyer die Fußballschuhe zeitweise an den Nagel. „Ich habe damals dann mit Football angefangen. Privat habe ich die NFL viel verfolgt und irgendwann Lust bekommen, selbst zu spielen“, berichtet er. So heuerte er bei den Wiesbaden Phantoms an. „Auch wenn ich vorher sportlich nie etwas mit Football zu tun hatte, war ich schnell Teil der U 19-Bundesliga-Mannschaft. Meine Schnelligkeit hat mich schon im Fußball in der Jugend ausgezeichnet. Das ist natürlich ein Attribut, das es im Football auch immer braucht. Deswegen bekam ich auch meine Spielzeit“, blickt er zurück.

Den Sprung zu den Herren wollte Meyer als Footballer letztlich nicht mitmachen und so war der Weg frei für eine Rückkehr zum Fußball. Durch Überzeugungsarbeit seines Bruders Anton, der in Igstadts A-Jugend spielt, und einiger Freunde bei der Spielvereinigung prägt der pfeilschnelle Angreifer nun eine bisher erfolgreiche Saison des A-Ligisten. Beachtliche 14 Tore erzielte Meyer in neun Spielen, bereitete zudem sechs weitere vor. „Mit meinem Bruder habe ich vor der Saison gewettet, dass ich 30 Scorer schaffe. Das war mein klares Ziel. Anton hat es mir nicht zugetraut, jetzt sind es schon mal 20“, erzählt er. Auch privat hat Emil Meyer, der abseits des Amateurfußballs dem FC Schalke 04 die Daumen drückt, klare Ziele vor Augen. Dieses Jahr absolvierte er sein Abitur am Leibniz-Gymnasium Wiesbaden. Künftig möchte er in die Fußstapfen seiner Eltern treten und Medizin studieren. „Für den Medizinertest lerne ich bereits. Ich hoffe, dass es im nächsten Wintersemester mit einem Studienplatz klappt. Am liebsten in einer Großstadt“, so seine Zukunftsvorstellungen. Bis dahin will Emil Meyer in Igstadt weiterhin Spaß am Fußball haben.

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Youngster möchte familiäres Miteinander nicht missen

Die Spielvereinigung ist seit dem Einstieg von Spielertrainer Tuncay Colak, der auch Dennis Gärtling zum A-Ligisten lotste, in guter Form und befindet sich aktuell auf Rang fünf. „Ich finde es wirklich super hier in Igstadt. Das sagt wahrscheinlich jeder Verein von sich, aber hier ist es wirklich sehr familiär. Gefühlt ist jeder mit jedem befreundet und wir machen auch privat viel miteinander. Das möchte ich nicht missen“, schwärmt der 19-Jährige.

Nach zuletzt vier Toren im Heimspiel gegen die Reserve des SV Niedernhausen geht für Emil Meyer die Torejagd am Sonntag beim VfR (15 Uhr) weiter. Dabei hofft er, der 30-Scorer-Marke näherzukommen, um seinen kleinen Bruder Anton im internen Meyer-Duell auszustechen.