Fußball-Gruppenliga: Kastel 06 hadert mit dem Schiedsrichter

Okriftel nutzt strittige Szene zum Siegtor bei Kastel 06. FC Bierstadt in Überzahl zum glatten 4:0, SV Wiesbaden führt und verliert am Ende.

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WIESBADEN. (orf). Fußball-Gruppenligist FC Bierstadt bestätigte seine gute Form mit einem überzeugenden 4:0 gegen TuRa Niederhöchstadt, während die anderen Teams aus der Landeshauptstadt allesamt Nieten zogen: Kastel 06 ärgerte sich beim 1:2 gegen Okriftel über ein vermeintlich irreguläres Gästetor und Hellas Schierstein beim 2:5 in Unterliederbach über zu viele Ausfälle. Der SV Wiesbaden führte bei der Eddersheimer Reserve zweimal mit zwei Treffern Vorsprung, konnte aber die starke Anfangsleistung nicht halten.

FC Eddersheim II – SV Wiesbaden 4:3 (2:3). – „Es ist nicht zu glauben, dass wir dieses Spiel noch aus der Hand gegeben haben“, war Yildirim Sari nach dem Abpfiff sauer. Dabei war sein Team mit den besten vierzig Saisonminuten gestartet: Ersin Albayrak netzte zweimal und David Perez de los Santos belohnte sich ebenfalls für eine starke Vorstellung. Mit dem 2:3 direkt vor der Pause nahm dann das Schicksal seinen Lauf: „Wir leisteten uns unsägliche Passfehler und standen bei den Gegentoren Pate. Wenn wir keine Konstanz reinbringen, wird es in dieser ausgeglichenen Liga verdammt schwer“ hofft Wiesbadens Sportlicher Leiter im folgenden Traditionsderby gegen Kastel 06 endlich auf Lerneffekte.

SVW: Nietsch; Shamoun, Göcek, Albayrak (60. Cruz dos Santos) , Reichel (52. Külekci), Sula (79. Sanandajizadeh), Ruiz Gonzales, Perez de los Santos, Altun, Bozbiyik, Afghanyar.

Tore: 0:1, 1:3 Albayrak (2., 35.), 0:2 Perez de los Santos (21.), 1:2 Finger (29.), 2:3 Zörb-Stach (45.), 3:3 Krebs (71.), 4:3 Pessel (85.) – Zu.: 120.

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RSV Würges – TSG Wörsdorf 1:1 (0:0). – Die Gäste konnten nicht an die starke Vorstellung von Dorndorf anknüpfen, während sich Würges in der Defensive aufopferte und das Remis zurecht eintütete. „Wir waren nicht in der Lage, die zwei dichtgestaffelten Viererketten auszuhebeln“, fehlten Jupp Dietz diesmal die Einfälle in seinem Team. Erst im zweiten Durchgang erspielte sich der Gast Gelegenheiten, doch Paul Paulsen scheiterte aus fünf Metern freistehend und Baldassar Nikolic zwang mit einem Strahl den Würgeser Keeper zu einer Glanztat. Als Nikolic fünf Minuten vor dem Abpfiff dann per Kopf zum 1:0 traf, schien die Partie doch noch ein gutes Ende für die TSG zu nehmen. Nur zwei Minuten später schlug Würges jedoch – auch per Kopf – zurück und sorgte für lange Gesichter bei der TSG. Allein Paul Lutterbüse brachte in Sachen Kampfgeist und Laufstärke bei Wörsdorf 100 Prozent.

TSG Wörsdorf: Kunze; Yilma, Nikolic, Alexiadis, Lutterbüse, Toure, Njie (68. Sakar), Presber (80. Cikotic), Siewe Nana, Paulsen, Ay (65. Bergmann).

Tore: 0:1 Nikolic (85.), 1:1 Nukovic (87.). – Z.: 150.

Kastel 06 – Germania Okriftel 1:2 (1:1). – Große Aufregung im Kasteler Lager nach dem Okrifteler Siegtreffer: „Der Linienrichter zeigte zurecht eine klare Abseitsstellung an, wir blieben stehen, die Gäste spielten einfach weiter und machten das 1:2“, schilderte Kastels Thomas Nikelski die entscheidende Situation. „Wir waren ebenbürtig, hatten sogar ein Chancenplus, da ist so etwas natürlich doppelt bitter“, musste Nikelski die Emotionen seiner Elf zügeln.

Kastel 06: Bertram; Akyüz, Ghazer (73. Demirkaya), Schollmayer, Hübner, Kierek, Knabe (63. Boudouassar), Kotb, Boss, Makiese, Bertel.

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Tore: 0:1, 1:2 Amjahid (26., 81.), 1:1 Kotb (43.). – Zuschauer: 70.

VfB Unterliederbach – Hellas Schierstein 5:2 (3:1). – Sieben Ausfälle waren für die Gäste zu viel: „Jedes Spiel muss gespielt werden und die Spieler aus der zweiten Reihe hätten hier Gelegenheit gehabt, ihre Ansprüche zu zeigen. In Sachen Vorbereitung und Einstellung hatten wir aber zu viele Defizite“, bilanzierte Hellas-Coach Dimi Tsakas. Entscheidend war auch, dass man verpasste, den 1:2-Anschluss von Redouane Morchid mit in die Pause zu nehmen: Schon im Gegenzug legten die Hausherren wieder nach.

Hellas Schierstein: Roth; Münker, Kourlinis, Surlis, Talevski, Nakos, Föhlinger, Schmidt (38. Missios), Granvillano, R. Morchid, Prator (63. Dimitrievski).

Tore: 1:0, 2:0 Miric (13., 38.), 2:1 Morchid (43.), 3:1 Yesil (45.), 4:1 Asbai (78.), 5:1 Matthews (85.), 5:2 Nakos (89.). – Zuschauer: 80.

FC Bierstadt – TuRa Niederhöchstadt 4:0 (1:0). – Entscheidend für den ungefährdeten Bierstadter Dreier war die Rote Karte für TuRa-Spielmacher Martin Zaluk in der 35. Minute: Seine nur angedeutete Tätlichkeit erwies sich als klassisches Eigentor. „Wir hatten anschließend ein klares Übergewicht und konnten schön kombinieren“, verlebte Bierstadts Christopher Rettig einen ruhigen Sonntagnachmittag. Akim Arndt stand hinten souverän, Camilo Rivera brachte Stabilität, während Torwart Colin Besier kaum geprüft wurde.

FC Bierstadt: Besier; Calogero, Bagdatli, Mernberger, Gombert, Bauschke (82. Morguet), Beck, Küster, Gossner (82. Calak), Arndt, Rivera (70. Köritzer).

Tore: 1:0 Bagdatli (23.), 2:0 Mernberger (50.), 3:0 Gombert (61.), 4:0 Cosar (Eigentor, 89.) – Zuschauer: 100.

Nassau Diedenbergen – Rot-Weiß Hadamar II 0:2 (0:1). – „Wir ließen anfangs drei gute Chancen liegen, das wurde später bestraft“, bilanzierte Gastgeber-Coach Benjamin Apidopoulos nach dem Abpfiff beim gemeinsamen Weizenbier mit Gästetrainer Heiko Weidenfeller. Hadamar traf gleich mit seiner ersten Möglichkeit. Nach Wiederbeginn ließen die Gäste mit dem starken Ex-Holzhausener Jurij Gros als Dirigent nichts mehr anbrennen.

Nassau Diedenbergen: Hiebinger, Stenz, Aleixo da Silva, Grünewald, Deverenko (77. Potlitz), Weller, Bentaayate (68. Friedrich), Patzwald, Baier, Korominas (68. Müller),Wartusch.

Tore: 0:1 Kosuchin (34.), 0:2 Kazerooni (64.). – Zuschauer: 100.