Der Wallufer Senkrechtstarter

Topzugang für die SG Walluf: Julius Buff sorgt in der Verbandsliga für Furore. Foto: SGW

Als Sommer-Zugang der SG Walluf ist Julius Buff ruckzuck in der Fußball-Verbandsliga angekommen. Mitaufsteiger SV Niedernhausen muss sich noch eingewöhnen.

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WALLUF/WIESBADEN. Sechs Spiele, fünf Tore. Die Bilanz von Neuzugang Julius Buff im Trikot des Fußball-Verbandsligisten SG Walluf kann sich bisher durchaus sehen lassen. Der 21-Jährige wechselte vor Saisonbeginn zusammen mit seinem älteren Bruder Johannes (25) von der SG Schlangenbad in den vorderen Rheingau. Die Brüder galten als absolute Wunschtransfers der Sportlichen Leitung und zahlten dies bisher in jeder Partie mit guten Leistungen zurück.

Über die Entwicklung von Julius Buff, der in der Jugend unter anderem beim SV Wehen Wiesbaden und und beim SV Gonsenheim spielte, freut sich auch sein ehemaliger Schlangenbader Trainer Sierk Conradi. „Diesen Durchbruch haben wir ihm hundertprozentig zugetraut. Die drei Jahre mit ihm haben sehr viel Spaß gemacht, denn er ist ein vorbildlicher Fußballer“, sagt Conradi. Buff selbst, der sich auf der Position hinter Stürmer Nils Balder am wohlsten fühlt, zeigt sich mit seinem Einstand sehr zufrieden: „Ehrlich gesagt habe ich nicht damit gerechnet, dass es gleich so gut läuft. Ich musste mich erstmal an das höhere Tempo im Training und in der Liga gewöhnen.“ Seinem alten Trainer Sierk Conradi hat der Offensivspieler einiges zu verdanken. „Er hat mir den Einstieg in den Seniorenbereich erleichtert und mir viel Vertrauen geschenkt“, weiß Buff.

In Zukunft will sich der Matchwinner des Langenaubach-Spiels (erzielte zwei Treffer beim 4:3-Auswärtssieg) in der neuen Spielklasse etablieren und mit dem Team den Klassenerhalt in Angriff nehmen. Auch SGW-Co-Trainer Alexander Moos bescheinigt Julius Buff eine tolle Entwicklung. „Es freut mich, dass er so einschlägt. Er hat viel Potenzial und seine Formkurve zeigt klar nach oben“, meint der 46-Jährige. Am Sonntag (15 Uhr) empfangen die Wallufer den TSV Steinbach II.

Während Mitaufsteiger SV Niedernhausen auf den TSV Michelbach trifft (So., 15 Uhr). Beim SVN stehen dem 6:4-Feuerwerk gegen Eltville vier Niederlagen entgegen. „Wobei wir in den meisten Fällen über weite Strecken die mit Abstand bessere Mannschaft waren und auch die Mehrzahl der Chancen hatten. Außerdem war in Schlüsselszenen das Momentum nicht auf unserer Seite“, sagt Spielertrainer Maurice Burkhardt und nennt einen gravierenden Unterschied zur Gruppenliga: „In der Verbandsliga geht es ergebnisorientiert mit vielen großen, bulligen Spielern und dazu mit langen Bällen oft sehr körperbetont zur Sache.“ Erschwerend komme die enorme Belastung durch Wochentagspiele in Verbindung mit weiten Auswärtsfahrten hinzu. „Wenn dann zu den Verletzten noch zwei, drei Spieler aus beruflichen Gründen ausfallen, ist das ein herber Dämpfer, der nicht mehr zu kompensieren ist. Und normales Training ist bis zur Winterpause nicht möglich. Pflege und bloß nicht zu viel belasten, das ist die Devise. Doch das Potenzial ist da. Wir wollen auf keinen Fall nur eine Schnuppersaison spielen.“ Bereits am Samstag (18 Uhr) peilt die Spvgg. Eltville gegen Ex-Hessenligist FC Ederbergland den fünften Dreier an, während Biebrich 02 in Breidenbach gastiert (So., 15 Uhr).