SVWW: Noch ein Schritt bis zu den Fleischtöpfen

Er packt den Hammer aus: Mit einem satten Volleyschuss zum 2:1 kurz nach der Pause ebnet Steven Ruprecht den Weg zum letztlich klaren 5:1-Erfolg beim TSV Steinbach.Foto: Sven Severing  Foto: Sven Severing

Der Traum lebt auch dank eines Traumtores weiter. Vom Einzug in die erste Runde der DFB-Pokalrunde. Mit 5:1 (1:1) siegte der SV Wehen Wiesbaden beim TSV Steinbach und erreichte...

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HAIGER. Der Traum lebt auch dank eines Traumtores weiter. Vom Einzug in die erste Runde der DFB-Pokalrunde. Mit 5:1 (1:1) siegte der SV Wehen Wiesbaden beim TSV Steinbach und erreichte damit das Finale im Hessenpokal. Damit ist man nur noch ein Schritt von der lukrativen Teilnahme entfernt. Es wäre die erste nach zuvor fünf erfolglosen Anläufen. Im Endspiel am 25. Mai trifft der Drittligist auf den Hessenligisten Rot-Weiß Hadamar.

Er packt den Hammer aus: Mit einem satten Volleyschuss zum 2:1 kurz nach der Pause ebnet Steven Ruprecht den Weg zum letztlich klaren 5:1-Erfolg beim TSV Steinbach.Foto: Sven Severing  Foto: Sven Severing

„Es war das erwartete Stück harte Arbeit. Doch am Ende war es ein verdienter Sieg“, schnaufte SVWW-Trainer Rüdiger Rehm kurz nach Spielschluss durch. Beide Trainer sprachen vor der Halbfinal-Partie von einem Spiel auf Augenhöhe und von einem vorweggenommenen Endspiel. Und sie sollten zumindest für die erste Halbzeit Recht behalten. Zwischen dem Dritten der Regionalliga und dem Tabellensechszehnten der Dritten Liga war kaum ein Unterschied auszumachen.

Rehm musste in der Abwehr umbauen. Für Sascha Mockenhaupt, der mit muskulären Probleme passen musste, rückte Niklas Dams auf die Innenverteidiger-Position. Der wieder zurückgekehrte Robert Andrich bildete mit Kevin Pezzoni die Doppel-Sechs. In der ersten Viertelstunde hatte der Drittligist noch alles im Griff, erarbeitete sich einige Ecken und auch Halbchancen. Freilich hätten auch die Gastgeber in der 15. Minute nach einem strammen Schuss aus 14 Metern von Timo Kunert in Führung gehen können, doch SVWW-Keeper Markus Kolke brachte rechtzeitig die Fäuste hoch. Drei Minuten später war es dann soweit. Der SVWW konnte nicht klären. Eine Flanke von der linken Seite fand mit Sascha Marquet einen Abnehmer, der Kolke aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Die Fans des Regionalligisten johlten und der eingespielte Hahn krähte übers Stadionmikrofon durchs Sportzentrum in Haiger. Auch in der Folgezeit hielt die SVWW-Deckung den ein oder anderen Tiefschlaf, sodass sogar das 2:0 in der Luft lag. Und nach vorn lief auch nicht viel zusammen. Der Rückstand hatte Wirkung gezeigt. Doch urplötzlich wie aus heiterem Himmel dann doch der Ausgleich. Marc Lorenz flankte auf den zweiten Pfosten und der nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannte Jules Schwadorf nickte überlegt gegen die Laufrichtung des Keepers zum 1:1 (43.) ein. Und direkt nach der Pause packte Steven Ruprecht (48.) den Hammer aus. Nach einer Ecke von Lorenz hämmerte der Innenverteidiger den zunächst abgewehrten Ball aus elf Metern volley in den Winkel. Ein sehenswertes Tor. Zehn Minuten stand dann Pezzoni goldrichtig, als er eine verunglückte Faustabwehr des Steinbacher Keepers verwertete. Die Gäste schaukelten das Ding dann souverän nach Hause.

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Einwechselspieler Mayer und Mrowca treffen auch

Mit Patrick Mayer, der in der 70. Minute für den Torschützen Schwadorf kam, durfte auch noch ein Langzeitverletzter sein Pflichtspiel-Comeback geben. Und der eingewechselte Stürmer bereitete auch das 4:1 durch Schäffler (79.) vor. Das 5:1 teilten sich dann die beiden anderen Einwechselspieler: Philipp Müller passte auf Sebastian Mrowca, dessen Schuss haltbar erschien, aber dennoch im Netz zappelte. „Nach der Pause waren wir einfach ein Stück aktiver und präsenter als der Gegner“, fand Rehm in der Halbzeit die richtigen Worte. Jetzt wartet nur noch die kleinere Hürde Hadamar, um wieder an den Fleischtöpfen des DFB-Pokals schlemmen zu dürfen.

SVWW: Kolke – Funk, Dams, Ruprecht, Mintzel – Andrich (63. Mrowca), Pezzoni – Schwadorf (70. Mayer), Blacha, Lorenz (81. Müller) – Schäffler.

Tore: 1:0 Marquet (18.), 1:1 Schwadorf (43.), 1:2 Ruprecht (48.), 1:3 Pezzoni (58.), 1:4 Schäffler (79.), 1:5 Mrowca (81.).

BV: Gelb-Rote Karte für Trkulia (85./Steinbach)

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Schiedsrichter: Weickenmeier (Lämmerspiel).

Zuschauer: 2207.