Kampf gegen Corona: Eintracht geimpft

aus Eintracht Frankfurt

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Nach dem Spiel gegen Freiburg ( hier kämpfeb Frankfurts Aymen Barkok (links) und Freiburgs Nicolas Höfler um den Ball) haben alle Frankfurter ein Impfangebot erhalten. Foto: dpa

In Bezug auf Corona haben die Frankfurter vorgesorgt: Die allermeisten Eintracht-Spieler haben sich mit dem Vakzim von „Johnson & Johnson“ impfen lassen.

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FRANKFURT. Bevor die Frankfurter Eintracht wahrscheinlich am 1.Juli zum ersten Training unter dem neuen Coach Oliver Glasner auf dem Platz stehen wird, werden wie immer intensive medizinische Tests durchgeführt. Dabei geht es zum einen und zuvorderst um die Gesundheit der Spieler, zum anderen aber auch um die Fitness. Unter anderen sind kardiologische Untersuchungen jedes einzelnen Profis vor der Saison von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgeschrieben. Zudem werden auch andere Daten erhoben, die den Trainern einen ersten Aufschluss geben, wie ihre Spieler durch den Sommer gekommen sind, wer fleißig gearbeitet und wer eher geschlampt hat. Bei der Eintracht hat jeder Spieler einen Trainingsplan mit in den Urlaub bekommen, der nach drei Wochen Erholung dann auch ein paar Tage ersten Aufbautrainings beinhaltet. Keiner soll nach dem etwas mehr als einen Monat dauernden Urlaub bei „Null“ anfangen.

Auch in Bezug auf Corona haben die Frankfurter vorgesorgt. Nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg (3:1) am 22. Mai wurde jedem Spieler ein Angebot gemacht, sich noch vor Urlaubsantritt einer Corona-Schutzimpfung zu unterziehen. Ähnlich wie der Deutsche Olympischen Sportbund (DOSB), der seine Olympiateilnehmer mit Unterstützung und Genehmigung der Bundesregierung geimpft hat, war dies auch für die Fußball-Profis auf freiwilliger Basis möglich geworden. Die allermeisten Eintracht-Spieler ließen sich so mit dem Vakzim von „Johnson & Johnson“ impfen, das bereits nach einer Dosis den vollen Impfschutz garantiert. Die Eintracht legt Wert darauf, dass es keine Bevorzugung der Profisportler gegeben habe, sondern alles im Rahmen der geltenden Priorisierungen im Land Hessen abgelaufen sei.

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Die Durchimpfung wird beim Trainingsstart dann sehr hilfreich sein und Sicherheit geben, auch wenn trotzdem weitere Tests von der DFL vorgeschrieben sind. Zuletzt wurden Spieler, Trainer und der Staff zwei bis dreimal pro Woche getestet und waren in den letzten beiden Wochen der Saison in einer gemeinschaftlichen Quarantäne unterwegs.

Ganz ähnlich sind die Vorschriften übrigens bei der laufenden Europameisterschaft. Das UEFA-Protokoll sieht vor, dass alle Teilnehmer der Gruppe 1 (Mannschaften, Trainer- und Betreuungsstab, medizinisches Personal) und der Gruppe 2 (Schiedsrichter, UEFA-Spielbeauftragte und Mitglieder des UEFA-Organisationsteams) zwei bis drei Tage vor der Anreise aus ihrem Heimatland getestet werden. Alle Teilnehmer werden einen Tag vor ihrem ersten Spiel getestet, weitere Probenentnahmen sind jeweils einen Tag vor dem nächsten Spiel vorgesehen.

Von Peppi Schmidt