"Es fühlt sich sehr, sehr frustrierend an": Stimmen nach dem...

aus Mainz 05

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Drin! Danny Latza (rechts) hat abgezogen - und erzielt das 1:0 für die 05er. Foto: dpa

Frustriert stapften die Spieler des FSV Mainz 05 nach dem Abpfiff durch die Mixedzone der Opel Arena. Auf Interviews hatte nach der 2:3-Niederlage des Fußball-Bundesligisten...

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MAINZ. Frustriert stapften die Spieler des FSV Mainz 05 nach dem Abpfiff durch die Mixedzone der Opel Arena. Auf Interviews hatte nach der 2:3-Niederlage des Fußball-Bundesligisten gegen die TSG Hoffenheim eigentlich niemand Lust. Diejenigen, die sich stellten, wirkten ratlos. Und suchten nach Erklärungen, wie diese starke Partie trotz einer 2:0-Führung noch verloren gehen konnte. Die Stimmen:

Sandro Schwarz (05-Trainer): „Ich denke, dass das, was wir in den ersten 20 Minuten gespielt haben, auf sehr hohem Niveau war. Wir sind verdient in Führung gegangen. Danach hatte Hoffenheim eine sehr gute Phase und hat gut kombiniert. Die mussten wir überstehen. Nach dem 2:1 haben wir ein bisschen den Faden verloren. Die zweite Halbzeit war offen mit hohem Tempo. Wir hatten die klareren Aktionen. Hintenraus ist es extrem unglücklich, dass das Ergebnis in keinem Verhältnis steht zu unserer Leistung. Es fühlt sich sehr, sehr frustrierend an. Diesen Frust müssen wir in Energie umsetzen für das nächste Heimspiel.“

Julian Nagelsmann (TSG-Trainer): „Wie analysiert man so ein verrücktes Spiel? Wir sind in den ersten 20 Minuten nicht zurecht gekommen mit ihrem aggressiven Spiel. Wir mussten viele brenzlige Situationen überstehen. Nach dem 0:2 saß ich auf der Bank und dachte, dass es schon wieder los geht, wie im letzten Jahr. In der zweiten Halbzeit war nicht mehr groß Plan und Taktik dabei, sondern offenes Visier. Mainz kann das Spiel aufgrund der Chancen gewinnen und hat ein tolles Spiel gemacht. Wir hatten den Lucky-Punch-Moment und Mainz nicht. Deswegen haben wir gewonnen. Das war ein verrücktes Spiel für alle Beteiligten. Sechsmal pro Saison könnte ich nicht gegen Mainz spielen.“

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Stefan Bell (05-Kapitän): „Das ist ein komisches Ergebnis nach so einem Spiel. Wir haben es in der ersten Halbzeit selbst liegen gelassen. Das Ergebnis hat nichts mit dem Schiedsrichter zu tun. Wir haben es versäumt, das 3:1 zu machen. Wir hätten einfach mehr aus unseren Chancen machen müssen. Yoshi war am Ende der Meinung, dass er umgerissen wurde. Das ist eine Katastrophe und geht mir auf den Sack, dass du nach jedem Spiel über den Videobeweis reden musst. Das macht das ganze Spiel kaputt.“

Danny Latza: (05-Torschütze): „Nach so einer Leistung null Punkte zu haben, ist extrem bitter. Wir hatten die Chancen, um das 3:1 und 4:1 zu machen. Wir können uns höchstens vorwerfen, dass wir in der zweiten Halbzeit das Unentschieden nicht über die Zeit gebracht haben, weil wir gemerkt haben, dass vorne nicht mehr so viel geht. Wir haben heute alles reingeworfen, uns aber leider nicht belohnt.“

Rouven Schröder (05-Sportvorstand): „Dass das Spiel verloren geht, kann man eigentlich nicht glauben. Das war ein richtig gutes Heimspiel von uns. Wir müssen das dritte und vierte Tor machen. Trotz des Schocks nach dem 2:2 hatten wir das Spiel im Griff. Die wenigsten hätten darauf gewettet, dass Hoffenheim das Spiel noch gewinnt. Das ist brutal, dass wir gar nichts mitnehmen. Heute Abend ist es schwer, die Kurve zu kriegen. Wir müssen eine Nacht drüber schlafen. Aber wir können viel Positives aus dem Spiel ziehen.“