Adler Mannheim vor dem frühen Play-off-Aus

Für Mannheims Topscorer und Nationalspieler David Wolf ist die Saison vorzeitig beendet. Foto: AS Sportfoto / Sörli Binder

Erst verliert das beste DEL-Team der Vorrunde in der Verlängerung von Spiel eins gegen Straubing, dann muss der Topscorer noch in der Nacht operiert werden.

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MANNHEIM. In der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) droht im Play-off-Viertelfinale ein Favoritensterben - der von "Best of Seven" auf "Best of Three" verkürzte Modus macht's möglich. Das beste Team der Vorrunde, Adler Mannheim, verlor sein Heimspiel gegen die Straubing Tigers mit 2:3 nach Verlängerung. Und auch die beste Vorrunden-Mannschaft aus der Nord-Division, Eisbären Berlin, unterlag mit 3:4 gegen die Iserlohn Roosters, während der Süd-Zweite, EHC Red Bull München, gegen den ERC Ingolstadt gar mit 1:4 den Kürzeren zog. Einzig die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven wurden beim 4:2 gegen die Grizzlys Wolfsburg ihrer Favoritenrolle gerecht.

Der letztmals 2019 ausgespielte DEL-Meister aus Mannheim steht unter Druck. Beim 2:3 (2:2, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung gegen Außenseiter Straubing wurde den Mannheimern eine Strafe kurz vor Ende der regulären Spielzeit zum Verhängnis. Jeremy Williams traf in der zweiten Minute der Verlängerung für die Niederbayern, die sich erst am letzten Vorrunden-Spieltag am Sonntag für die Play-offs qualifiziert hatten, in Überzahl zum Sieg. "Das war nur ein Spiel", beschwichtigte Adler-Coach Pavel Gross nach der Begegnung in der SAP-Arena cool. "Donnerstag geht es weiter. Da kommen wir dann sofort zurück." Müssen die Adler auch. Der verkürzte Play-off-Modus sorgt dafür, dass bereits eine weitere Niederlage das Aus im Meisterschaftskampf bedeuten würde.

Bei den Mannheimern kam so einiges zusammen, denn der Topscorer der Vorrunde, David Wolf, verletzte sich schwer am Arm und musste noch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch operiert werden. "Einen Spieler wie David im Meisterschaftskampf verletzungsbedingt zu verlieren, ist extrem bitter", sagte Sportmanager Jan-Axel Alavaara. Einen Monat vor dem Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft ist das Saison-Aus für Wolf auch der nächste Rückschlag für die Nationalmannschaft. Bundestrainer Toni Söderholm muss bereits auf den Berliner Stürmer Leo Pföderl und den Münchner Angreifer Patrick Hager verletzungsbedingt verzichten.

In der regulären Spielzeit hatten Denis Reul (3.) und Taylor Leier (14.) für die Adler sowie Anton Laganiere (3.) und Andreas Eder (19.) für Straubing getroffen.

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Die Tigers haben nun am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) die Chance, ins Halbfinale einzuziehen. Schlechtes Omen? In Straubing verloren die Adler sieben der vergangenen acht Partien. "Wir werden Mannheim nicht mit Talent schlagen, wir brauchen Ehrgeiz", erklärte Straubings Sportlicher Leiter Jason Dunham die Erfolgsformel der Tigers.