20180216-RMP-EM SV-ZG_HALBF-wkhalb.08 (Handwerk in guten Händen)-WK Wiesbaden

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8 I Handwerk in guten Händen „Der Erfolg hat mich selbst überrascht” Thomas Ochel ist Jahrgangsbester 2017 Der Jungmeisterredner 2018 im Interview über den Weg zum Ziel Thomas Ochel ist 38 Jahre alt und hat vor der Handwerkskammer Wiesbaden (HWK) 2017 seine Meisterprüfung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erfolgreich als Jahrgangsbester abgelegt. Im Gespräch erzählt der Jungmeister seinen Weg bis zur Meisterprüfung und warum er diese überhaupt abgelegt hat. Sie haben ein ganzes Jahr äußerst intensiv für die Meisterprüfung gelernt und fast keine Freizeit gehabt – wie kam es dazu? Seit 2014 habe ich eine eigene Firma mit Ausnahmegenehmigung der HWK, weil ich mich da schon zur Meisterprüfung entschieden hatte. Mein Hauptarbeitgeber ist die US-Armee in Wiesbaden- Erbenheim. Nach der Meisterprüfung wurde ich zum Supervisor befördert. Wie hat sich Ihr beruflicher Weg bis zur Meister- prüfung gestaltet? Nach der mittleren Reife habe ich die Ausbildung zum Heizungs und Lüftungsbauer absolviert. Anschließend war ich vier Jahre bei der Bundeswehr. Danach habe ich wieder im erlernten Handwerk gearbeitet. Über eine Leiharbeitsfirma kam ich zu einem größeren Unternehmen, wurde übernommen und arbeitete auch als Bauleiter. Von dort wechselte ich zur US-Armee. Wie entstand Ihr Entschluss, die Meister- prüfung abzulegen? Zusammen mit einem Arbeitskollegen habe ich mich dafür entschieden. Alle vier Teile der Meisterausbildung habe ich von August 2014 bis Juli 2017 auf der Abendschule absolviert – neben meiner laufenden beruflichen Tätigkeit. Gleichzeitig hatte meine Frau längere Gesundheitsprobleme und im Februar 2017 wurde unsere Tochter geboren. Volles Programm also! Das heißt, wenn man unbedingt will, erreicht man sein Ziel auch? Mein Ziel war, gut abzuschneiden – der Erfolg als Jahrgangsbester hat mich selbst überrascht. Jetzt bin ich Meister, arbeite weiter als Angestellter für die US-Armee und auch wieder als Selbstständiger. Würden Sie im Rückblick die Meisterausbildung erneut machen und diesen Weg auch anderen empfehlen? Ja, unbedingt. Und zwar möglichst frühzeitig, solange man noch im Lernprozess ist und nicht zu viele Verpflichtungen hat. fms Der Meister für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist zurzeit bei der US-Armee beschäftigt. Foto: Fabienne Ochel


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