20180216-RMP-EM SV-ZG_HALBF-wkhalb.14 (Handwerk in guten Händen)-WK Wiesbaden

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14 I Handwerk in guten Händen Auf das berufliche Engagement folgt das Ehrenamt Linda Fuchsschwanz ist mit Herz und Seele (nicht nur) Metallbauermeisterin Die junge Mutter arbeitet neben ihrem Job ehrenamtlich und ermuntert Frauen, ebenfalls Handwerksberufe zu ergreifen. Foto: Anja Baumgart-Pietsch „Frau im Männerberuf“ – kann sie dieses Exoten-Klischee überhaupt noch hören? Linda Fuchsschwanz lacht. „Es ist schon definitiv so, dass es wenige Frauen im Metallbau gibt.“ Die zierliche blonde Frau ist eine von ihnen. Ganz bewusst hat sie sich diesen Beruf ausgesucht. Ihr Vater betreibt eine Metallbauwerkstatt in Taunusstein-Neuhof, bereits in dritter Generation. „Eigentlich wollte ich zur Polizei, denn da war mein anderer Opa“, sagt die sympathische 33-Jährige. Doch dafür reichte ihre Körpergröße nicht aus. „Dann habe ich eben den Beruf meines anderen Großvaters gewählt“ – keine Frage für die Taunussteinerin, dass sie dem Metallbau gewachsen sein würde. Sie ließ sich nicht im Familienbetrieb ausbilden, sondern ging nach Wiesbaden zur Firma Metallbau Rank. „Die arbeiten ein bisschen designorientierter, das hat mir auch großen Spaß gemacht.“ Der dortige Chef sei begeistert gewesen, dass sich eine junge Frau bei ihm beworben habe. „Er erwartete, dass sich das Werkstattklima zum Positiven verändert“, sagt Linda Fuchsschwanz und lacht. Rechtzeitig bevor sie anfing, habe man die „bewussten“ Werkstattkalender abgehängt, und auch sonst sei ein ganz anderer Umgangston eingezogen, hätte ihr Chef gesagt. Eine positive Erfahrung – und Linda Fuchsschwanz, die als Abiturientin in die Werkstatt kam, war und ist sich sicher, das Richtige gewählt zu haben. Es folgte die Meisterprüfung im Jahr 2008. Gleich darauf wurde sie gefragt, ob sie sich in der Ausbildung engagieren wolle. „Ich habe zwei Semester an der TU Darmstadt studiert, aber das


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