Mobilität der Zukunft: So denken unsere Leser

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Stau in der Stadt Foto: Rainer Fuhrmann / adobe.stock / VRM/SV

Fahrrad, Auto oder zu Fuß? Wie wir uns künftig fortbewegen, wird unsere Städte maßgeblich beeinflussen. Wir haben Sie gefragt, wie Sie die Zukunft der Städte sehen.

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REGION. Ein eigenes Auto ist schon ungemein praktisch. Es bringt uns zum Einkaufen, zum Arzt und daheim parken wir vor der Haustür, um die Einkäufe nicht weit schleppen zu müssen. Wer bei dieser These durchgehend mit dem Kopf nickt, der wohnt wohl eher in einer ländlicheren Region. Denn in den Städten sind Parkplätze Mangelware, die Straßen verstopft, die Luft schlecht und Alternativen zum Pkw zwar vorhanden, aber nicht immer so praktisch, dass sie auch mehrheitlich genutzt werden. Im vierten Teil unserer Zukunftsserie haben wir daher gefragt: Was wäre, wenn unsere Städte nachhaltiger werden?

Ein Szenario, dass Ihnen wohl gefällt: 65 Prozent der Leserinnen und Leser des Artikels würden schon heute gerne in einer nachhaltigeren Stadt leben. Für 35 Prozent kommt das aber nicht infrage. Was deutlich wird: Zwischen diesen beiden Fronten liegen keine unentschlossenen Stimmen, es scheint hier nur um Schwarz oder Weiß zu gehen, Grautöne sucht man vergebens.

Autos brauchen Platz

Ein ähnliches Bild zeichnen auch die Kommentare der Instagram-Userinnen und -User. Auf die Frage, was sie in den Städten stört, antworteten viele: "Es gibt keine Parkplätze" oder "Parkplatzmangel". Aber mindestens genauso viele Befragte gaben an, dass sie die vielen Autos, der zähfließende Verkehr und der Lärm nervem. Doch warum steigen dann nicht mehr Menschen auf die Öffentlichen Verkehrsmittel um?

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Wir wollten von Ihnen wissen, ob Sie sich in den Städten eher mit dem Auto oder dem ÖPNV fortbewegen. Das haben unter anderem auf den Instagram-Kanälen unserer Nachrichtenportale getan. Und egal auf welchem Kanal: Der ÖPNV hat meist das Nachsehen. Nur auf dem Instagram-Kanal der Allgemeinen Zeitung sprach sich die Mehrzahl der Befragten für den ÖPNV aus. In Wiesbaden, wo die Bürger noch im vergangenen Jahr eine Straßenbahn in einem Bürgerentscheid mit einer klaren Mehrheit abgelehnt haben, ist das Gefälle in Richtung Pkw groß, in Mittelhessen setzen noch mehr Menschen auf das eigene Auto.

So werden Verkehrs- und Luftprobleme in Zukunft wohl nicht gelöst. Experten und Expertinnen wie Miriam Dross vom Umweltbundesamt sagen nämlich: Am Elektroauto führt kein Weg vorbei. Sprich: Die Verbrenner müssen weg, notfalls müsse man das Autofahren eben unattraktiv machen, sagt sie. Gleichzeitig muss der Öffentliche Nahverkehr in Zukunft eine stärkere Rolle spielen, das "Rückgrat der Mobilität werden", so Dross.

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Elektrisch in die Zukunft?

Immerhin: Auf unsere Frage, ob Sie sich vorstellen könnten, ein Elektroauto zu kaufen, haben 39 Prozent der Leserinnen und Leser gesagt: "Ja, ich habe mich aber noch nicht weiter damit befasst", weitere 31 Prozent hingegen haben sich sogar bereits entschieden, welches E-Auto sie kaufen würden.

Auch der bundesweite Trend geht in diese Richtung, immer mehr Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen sind zu verzeichnen. Die Platzprobleme löst das trotzdem nicht. "Parkplatzmangel überall!", kommentiert ein User. "Auch wenn ich selbst gar kein Auto fahre: Bitte mehr Parkhäuser!"

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Form von Mobilität hat Corona die Entwicklung ein wenig ausgebremst. Zwar könnte man meinen, dass durch Homeoffice weniger Verkehr herrsche. Doch wenn man dann mal von A nach B muss, wird nun vermehrt auf das Auto zurückgegriffen, um sich im ÖPNV keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen.

Was bei allen Ihren Antworten deutlich wird: Es hat sich schon viel getan. Viele Formen der Mobilität werden genutzt. Und auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft in unseren Städten gibt es viele Wege, die ans Ziel führen. Die Frage ist nur, wie Sie diese zurücklegen.

Im nächsten Teil unserer Zukunftsserie widmen wir uns übrigens der Frage, was passieren würde, wenn wir alle etwas weniger arbeiten würden. Hier können Sie schon jetzt der Frage nachgehen und die neue Folge lesen.