Kinder profitieren vom Maskenverkauf

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Sprendlinger Apotheker spendet an den Kinderschutzbund und ruft zur weiteren Unterstützung auf

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SPRENDLINGEN. „Jede Maske zählt“ – mit dieser Aktion unterstützt die Rosen-Apotheke Sprendlingen den Kinderschutzbund Mainz und hier besonders den Stützpunkt des Vereins in der Karlstraße in Sprendlingen. Einen ersten Scheck über 750 Euro konnte Apotheker Thomas Grode bereits an Andrea Buro, die den Stützpunkt in Sprendlingen leitet, überreichen. Und es soll noch mehr werden, denn der Apotheker spendet 50 Cent für jede verkaufte Maske.

„Am Anfang waren keine Masken zu bekommen und plötzlich setzte der Run auf die Gesichtsmasken auch ausgelöst durch die Maskenpflicht ein, und wir konnten uns vor Anfragen gar nicht retten“, berichtet Grode. „Zum Glück hatten ein Badeanzughersteller aus Thüringen und der Premium Hemdenhersteller van Laack ihre Produktionen umgestellt und konnten uns mehr als 1000 Gesichtsmasken liefern.“ Jetzt hofft Grode auf regen Zuspruch, denn jeder Maskenkauf ist neben dem persönlichen Schutz auch eine gute Tat.

Dem Apotheker, der nebenberuflich auch als Zauberer unterwegs ist, liegt der Kinderschutzbund sehr am Herzen: „Der macht sich stark für Kinder, Jugendliche und Familien in der Region. Doch aktuell kämpft der Verein um sein finanzielles Überleben und dafür, dass seine Angebote aufrecht erhalten werden können. Gerade durch die aktuelle Corona-Krise fallen öffentliche Gelder weg, während zugleich zusätzliche Ausgaben für den Aufbau von Hygienestandards, den Ausbau virtueller Kommunikationswege bis hin zu einer Verpflegung von bedürftigen Familien mit Essen entstehen“, betont Thomas Grode.

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Für die Hilfe dankbar ist natürlich Andrea Buro, die die Tagesgruppe Sprendlingen von Anfang an leitet. „Hilfe anzunehmen ist ja kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke“, sagt die Leiterin. Begonnen hat alles 2002 mit sieben Mädchen und Jungen. Heute werden in der Tagesgruppe 14 Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren betreut. Darüber hinaus gibt es noch die ambulante Jugendhilfe mit Angeboten wie zum Beispiel sozialpädagogische Familienhilfe oder soziale Gruppenarbeit. Einhergehend mit den Schulschließungen mussten die Angebote stark eingeschränkt werden. Wochenlang war die Kommunikation ausschließlich über Video und Telefon möglich. Nach Ostern konnte sowohl für die Tagesgruppe als auch für die Jugendgruppe eine Notgruppe eröffnet werden, damit die Familien und die Kinder gerade in diesen schwierigen Zeiten persönliche Unterstützung erfahren. Derzeit werden Konzepte entwickelt, wie wieder der Regelbetrieb unter Beachtung der Hygienemaßnahmen aufgenommen werden kann.

Sehr wichtig ist es Andrea Buro und ihrem Team, die Eltern der Kinder intensiv mit einzubeziehen, ob vor Ort oder durch Besuche bei den Familien zu Hause. „Das Wichtigste ist, dass sich die Kinder bei uns wohlfühlen und die Eltern erfahren, dass wir gemeinsam Lebenssituationen verbessern können“, weiß Andrea Buro.