Schiersteiner trauern um Thomas Mahler

Thomas Mahler, langjährig im Ortsbeirat Schierstein engagiert, ist gestorben.

Der Stadtteilpolitiker starb kurz vor seinem 67. Geburtstag nach kurzer, schwerer Krankheit. Er wurde für sein außerordentliches Engagement im Ortsbeirat und an Schulen geschätzt.

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Schierstein. Thomas Mahler lebt nicht mehr. Er starb kurz vor seinem 67. Geburtstag nach kurzer, schwerer Krankheit. Das teilen der Ortsbeirat Schierstein und die Stadtteilgruppe der Grünen mit. „Wir sind alle sehr geschockt”, sagen Ortsvorsteher Urban Egert (SPD) und für die Grünen Walter Richters. Thomas Mahler war Sozialpädagoge und Jurist. Als Mitglied des Ortsbeirats, zunächst von 2001 bis 2005 für die FDP, dann von 2011 bis 2022 für die Grünen, war er auf verschiedenen Feldern für Schierstein engagiert. Ohne ihn würde die Storchenallee nicht Storchenallee heißen, denn der Ortsbeirat hatte Mahlers Namensvorschlag damals aufgegriffen. Gleiches gilt für das Uhrgässchen in Schierstein.

Besonders hat sich Thomas Mahler für die Belange der Schiersteiner Jugendlichen eingesetzt. Der Jugendtag, den er gemeinsam mit der AG Jugend und anderen organisierte, lag ihm am Herzen. Und der Jugendplatz an der Saarbrücker Allee ist auch dank Mahlers Einsatz inzwischen wieder ein beliebter Treffpunkt.

Seine offene, freundliche Art und seine kreativen Ideen werden uns sehr fehlen.

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Ortsvorsteher Urban Egert (SPD) und Walter Richters (Grünen)
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Der Schiersteiner war aber nicht nur im Ortsbeirat engagiert. Er berichtete vor Schülern und an Volkshochschulen über seine Erfahrungen als Häftling in der DDR. Verurteilt wurde er damals, weil er einem DDR-Bürger seinen Ausweis überlassen hatte, dem damit die Flucht nach West-Berlin gelang.

„Seine offene, freundliche Art und seine kreativen Ideen werden uns sehr fehlen”, schreiben Ortsbeirat und Schiersteiner Grüne in ihrem Nachruf. Im vergangenen Jahr war Thomas Mahler mit der silbernen Bürgermedaille ausgezeichnet worden.