Kleintierzüchter präsentieren in Nordenstadt große Vielfalt...

Stina ist mit viel Begeisterung bei der Zwerghuhn-Zucht dabei.   Foto: Joachim Sobek  Foto: Joachim Sobek

Bei der Großen Rassegeflügelschau präsentieren die Aussteller ihren ganzen Stolz. Dabei kommt es nicht nur auf die Züchtung an, sondern auch auf die Schönheitsmaßnahmen...

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NORDENSTADT. Felix ist ein Huhn, genauer gesagt ein Zwerghuhn. Noch genauer, ein „Zwerg-Australorps schwarz“, wie es im Fachjargon heißt. Bei der Großen Rassegeflügelschau 2017 des Main-Taunus-Kreises, zu dem der Kreisverband mit dem ausrichtenden Kleintierzuchtverein Wiesbaden-Nordenstadt am Wochenende in die Taunushalle eingeladen hatte, konnte sich Felix mit der Höchstnote „V“ für „vorzüglich“ auszeichnen lassen. Was so viel heißt, wie, dass er im Sinne der Zucht dem Ideal am Nächsten kommt. Ein Erfolg, über den sich sein Züchter, Erich Vetter, riesig freute, der dieses Ergebnis auch ein Stück weit seiner Enkelin Stina zu verdanken hat. Sie hat ihren Opa bei der Zwerghuhn-Zucht eifrig unterstützt und nicht nur bei Felix pro Tag an die drei Stunden ausgeholfen.

Drei Stunden täglich für Zwerghuhn Felix

Felix, ein Zwerghuhn, wie es im Buche steht, und dabei nur eines von insgesamt rund 530 Tieren, die bei der Rassegeflügelschau von sachkundigen Preisrichtern bewertet und dem Publikum vorgestellt wurden. Mit dabei waren große Hühner, Zwerghühner, Wachteln und Tauben in vielfältigsten Formen und Farben, wie der Ausstellungsleiter und Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins von Nordenstadt, Mario Ackermann, erklärte und auch die anwesende Stadträtin von Wiesbaden, Helga Skolik, schnell erkannte, dass „Huhn nicht gleich Huhn ist“, wie sie in ihrer Ansprache freudig unterstrich. „So eine Schau ist auch besonders für Kinder interessant, die diese Vielfalt sonst noch nie gesehen haben“, merkte die Stadträtin weiter an, was auch Ursula Worms gerne bekundete, die bei der Eröffnung der Schau den Landkreis vertrat. Sie lobte die gut 40 ausstellenden Züchter für ihre Leistung, wobei sie auch anmerkte, dass unter diesen noch mehr Jugend vertreten sein könnte und damit die Nachwuchssorgen ansprach, die es in vielen Vereinen gibt.

Indes stellte Mario Ackermann heraus, dass man diese Kreisschau dem langjährigen und leider verstorbenen Mitglied Erhard Noll gewidmet habe. Eine Schau, an die sich außerdem noch die Kreisjugendschau des Kreisverbands Main-Taunus sowie die Sonderschau der Nürnberger und Fränkischen Farbtauben anschloss. Dann dankte Ackermann dem Leiter der Ortsverwaltung, Stefan Kern, für das Zur-Verfügung-Stellen der Halle und allen an der Veranstaltung Beteiligten. Eine Veranstaltung, die schon im Vorfeld bei den Organisatoren wie auch den Züchtern so einiges an Aufwand mit sich gebracht hatte. So braucht es beispielsweise Zeit, bis die einzelnen Tiere für die große Schau „schick“ gemacht sind. „Sie haben etwa zwei Stunden mit einem Huhn zu tun, bis es gewaschen und geföhnt ist, da geht so einiges an Zeit drauf, gerade wenn man mehrere Tiere für die Schau hat“, berichtete Ackermann auch aus Erfahrung in der Taubenzucht. Und verriet den alten Züchter-Tipp, dass weiße Hühner mit „Schimmelshampoo“ gewaschen, ganz besonders schön weiß werden.