Herbstschau der Kleintierzüchter in Nordenstadt

Elias auf dem Arm von Oma Monika darf einen Zwergwelshahn, den Ausstellungsleiter Winfried Schreiner aus dem Käfig geholt hat, streicheln. Foto: René Vigneron

Mehr als 300 Tauben, Gänse und Hühner konnten die Besucher in der Taunushalle bewundern. Der 111 Jahre alte Kleintierzuchtverein hatte zu seiner Ausstellung geladen. Auch...

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NORDENSTADT. Zucht und Haltung von Geflügel haben in Deutschland eine lange Tradition. So besteht auch der Kleintierzuchtverein Nordenstadt bereits 111 Jahre. Die Tierzucht sei heute mehr als ein Hobby, mit dem Ziel Preise und Auszeichnungen zu erlangen. Vielmehr hätten sich die Geflügelzuchtvereine den Erhalt des Rassegeflügels in all seiner Vielfalt zur Aufgabe gemacht. Gerade auch für Kinder und Jugendliche ist die Zucht von wachsender Bedeutung, weil sie einen artgerechten Umgang mit Tieren vermittele und gleichfalls zum Artenschutz beitrage. Im Namen des Kleintierzuchtverein Nordenstadt 1907 (KZV) begrüßte Ausstellungsleiter Winfried Schreiner die Gäste in der Taunushalle in Nordenstadt.

Über 300 Tauben, Gänse und Hühner konnten die Besucher bewundern und sich zudem über die Haltung und Zucht der Geflügelarten informieren. Neben deutschen Rassenhühnern, wie zum Beispiel den Bielefelder Zwerg-Kennhühnern oder den Zwerg-Lachshühnern, wurden auch indische Shamo Hühner, englische Show Racer Tauben und dänische Tümmler Tauben gezeigt. Hoffnungsvoll sei, so der Jugendobmann des Kreisverbandes Heinrich Stein, dass sich zunehmend auch wieder Kinder und Jugendliche mit dem „schönen Hobby Rassegeflügelzucht“ befassten und so ein Stück lebendige Natur kennenlernten. Erfreulich deshalb auch, dass Lea Heise mit dem Jugend-Hessenband 2018 als erfolgreiche Jungzüchterin ausgezeichnet wurde.

Dass die Liebe zur Tierzucht ein ganzes Leben lang halten kann, dafür war Karlheinz Scherer ein gutes Beispiel. Er wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft im KZV geehrt. Dass die Geflügelausstellung im Herbst stattfindet, erklärt Wilfried Schreiner. „Die Tiere müssen erst gut durch die Mauser kommen und der Gefiederwechsel muss abgeschlossen sein“. Ganz ohne Bewertungen ging es dann doch nicht und so begutachteten vier Preisrichter vor allem die Form und Farbe der vorgestellten Tiere. Erfreulich für die teilnehmenden Züchter war dabei die Tatsache, dass es viele Bewertungen mit hohen Punktzahlen in diesem Jahr gab.

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Von Jürgen Finkenauer