Zwei Tote bei Gewalttat in Wiesbaden

Die abgesperrte Wellritzstraße: Hier ist es am frühen Montagmorgen zu den tödlichen Schüssen gekommen.  Foto: René Vigneron

Am Montagmorgen sind zwei Personen in der Wellritzstraße durch Schüsse tödlich verletzt worden. Das ist bisher zur Gewalttat in Wiesbaden bekannt.

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WIESBADEN. In Wiesbaden sind eine 49-jährige Frau und ein 56-jähriger Mann durch Schüsse tödlich verletzt worden. Das bestätigt die Polizei am Montagmorgen auf Anfrage dieser Zeitung. Um 3.45 Uhr seien mehrere Notrufe eingegangen, in der Wellritzstraße habe es eine Verfolgungsszene und drei Schüsse gegeben.

Auf der beliebten Geschäftsstraße im Stadtteil Westend trafen die Beamten dann auf drei verletzte Personen. Eine Frau und ein Mann waren so schwer verletzt, dass sie trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort verstarben. Eine zweite Frau, die Schwester der Ehefrau, liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft aber außer Lebensgefahr. Sie wurde schwer am Kopf verletzt, wie die Polizei mitteilt.

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Ehepaar hatte sich erst vor Kurzem getrennt

Die abgesperrte Wellritzstraße: Hier ist es am frühen Montagmorgen zu den tödlichen Schüssen gekommen.
Die abgesperrte Wellritzstraße: Hier ist es am frühen Montagmorgen zu den tödlichen Schüssen gekommen.
Die abgesperrte Wellritzstraße: Hier ist es am frühen Montagmorgen zu den tödlichen Schüssen gekommen.
Die abgesperrte Wellritzstraße: Hier ist es am frühen Montagmorgen zu den tödlichen Schüssen gekommen.

Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Auf Anfrage sagt Staatsanwalt Florian Breidenbach: „Es gibt einen Tatverdächtigen, der wohl auf seine getrennt von ihm lebende Ehefrau geschossen haben soll.“ Erst vier Wochen zuvor sei es zur Trennung gekommen. Kurz vor der Tat sei die Frau gemeinsam mit ihrer Schwester (48 Jahre alt) in der Wellritzstraße auf den Tatverdächtigen getroffen. „Es ist unklar, ob es vereinbartes Treffen war“, sagt Staatsanwalt Breidenbach. „Die Schwester des Opfers soll zunächst geflüchtet sein, kehrte dann aber zurück, um ihrer Schwester zu helfen.“ Dabei sei sie von einem Schuss in die Wange schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen soll der Tatverdächtige danach die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben. Insgesamt seien also drei Schüsse gefallen, weitere Personen sollen an der Tat nicht beteiligt gewesen sein. Laut Staatsanwaltschaft gibt es für den Tathergang einen Augenzeugen.

Die Kriminalpolizei ermittelte mit der für Gewalt-, Brand- und Waffendelikte zuständigen Einheit K 11 und der Spurensicherung bis 9 Uhr in der Wellritzstraße direkt am Tatort. Auch ein Spürhund war im Einsatz. Auch eine Obduktion war geplant. Das Ergebnis liege vermutlich erst am Dienstag vor, erklärte die Staatsanwaltschaft. Es habe auch einen Augenzeugen gegeben, der von den Ermittler verhört werde.

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Wie die Polizei meldet, sind die Ermittlungsarbeiten in der Wellritzstraße mittlerweile abgeschlossen. Die Sperrung des Abschnittes zwischen Schwalbacher Straße und Helenenstraße ist aufgehoben. Die Ermittlungen im Umfeld des Tatorts dauern weiterhin an. Lebensmittelgeschäfte in diesem Bereich sind derzeit noch geschlossen.