Wiesbadener Kandidat kocht beim „Perfekten Dinner“

Der Wiesbadener Gastgeber Bernd Dockter-Wagner (Tischende) zusammen mit den anderen Kandidaten (von links): Kim, Sarah, Shaby und Sören.

Der Wiesbadener Bernd Dockter-Wagner nimmt an der bekannten Kochshow „Das perfekte Dinner“ teil. Was ihn dazu motiviert hat und wie es ist unter Kameras Gerichte zuzubereiten.

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Wiesbaden. Bernd Dockter-Wagner ist jemand, der sich das Leben gerne schön macht. „Ich brauche immer mal wieder ein paar Highlights“, sagt der Wiesbadener Hobbykoch. Sein jüngster Höhepunkt: die Teilnahme an der Kochsendung „Das perfekte Dinner“. Bei der auf dem Sender Vox laufenden Show gibt es fünf Kandidaten, die sich gegenseitig bekochen. Jeden Tag lädt ein anderer Teilnehmer die Kandidaten zu einem Drei-Gänge-Menü zu sich nach Hause ein. Und anschließend bewerten die Kandidaten den Abend hinsichtlich der Speisen, aber auch den dazu gereichten Getränken, der Tischdekoration und den Gastgeberqualitäten.

Dockter-Wagner kocht und bekocht gerne und viele hätten ihm gesagt, er solle an so einer Sendung teilnehmen. Und als der 55-Jährige „zur Spargelzeit“, wie er sich erinnert, zufällig „Das perfekte Dinner“ einschaltete, erfuhr er, dass die Sendung Kandidaten aus dem Raum Wiesbaden sucht. „So ein bisschen Glamour im Leben kann ja nicht schaden“, begründet Dockter-Wagner seine Motivation hinter der Bewerbung. Die Produktionsfirma entschied sich zwar für jemand anderen, aber sie würden auf ihn zukommen wollen, wenn sie wieder Kandidaten in der Umgebung suchen. Und so ist er nun in den Folgen dabei, die eigentlich im Großraum Frankfurt spielen.

Es sei für ihn ein sehr aufregender Tag gewesen. „Ich habe alles zweimal eingekauft, für den Fall, dass etwas schief geht“, erinnert er sich. Das Motto seines Drei-Gänge-Menüs: „Ein Tag am Meer“. Als Vorspeise gab es „Les trésors de la mer“ (Die Schätze des Meeres), als Hauptspeise „Catch of the day (Fang des Tages) an Graupenrisotto mit marktfrischem Gemüse“ und als Dessert „Île flottante“ (schwimmende Insel). Er wollte mit den vagen Begriffen bewusst Raum für Interpretationen lassen.

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Dem Wiesbadener war es auch wichtig, seine Stadt zu repräsentieren und vorzustellen. So waren die Tischdecken mit Lilien verziert, wie das Stadtwappen, und er schenkte jedem Kandidaten eine Wiesbadener Süßspeise: Ananastörtchen der „Confisérie Kunder“.

Dockter-Wagner ist eigentlich Kriminalhauptkommissar

Das Kochen unter dem Blick der Fernsehkameras sei zu Beginn etwas ungewohnt gewesen. Aber auch wenn Dockter-Wagner zeitweise gleichzeitig am Elektroherd, Grill, Backofen und Gasherd zugange war und parallel darauf achten musste, dass die Kamera der Hand folgen kann, habe er insgesamt alles im Griff gehabt.

Am liebsten koche der Wiesbadener, der im Berufsleben als Kriminalhauptkommissar an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit Seminare im Bereich Kriminalitätsbekämpfung gibt, indisch, französisch und italienisch. Sein größter Kritiker sei sein Ehemann, der auch die Gerichte für die Kochsendung im Vorfeld probiert habe.

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Blickt er auf die Drehtage zurück, denkt Dockter-Wagner an die „Wahnsinnsdynamik, die Aufregung und den Spaß“. Die Sendung an sich sei „leichte Kost, aber es war toll, Teil des Ganzen zu sein. Zwischen den Kameraleuten, den Licht- und Tontechnikern. Es waren 15 Filmleute in meiner Wohnung.“ Er sei schon immer ein Mensch gewesen, der sein Privatleben mit anderen teilt.

Er schaue sich die Folgen, die von Montag, 24., bis Freitag, 28. Oktober, zwischen 19 und 20.15 Uhr auf Vox laufen, jeden Abend mit unterschiedlichen Freunden an. „Ich versuche, mir die Highlights im Leben selbst zu schaffen, und es ist doch schön, wenn andere mitziehen.“