So ist die Corona-Lage in den Wiesbadener Kliniken

aus Coronavirus-Pandemie

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Nur noch vier Covid-Patienten werden derzeit in Wiesbaden intensivmedizinisch behandelt.           Archivfoto:  dpa

Die Corona-Lage hat sich im September nicht verschärft – die planbaren Eingriffe finden im vollen Umfang statt. Womit die Krankenhäuser in der kommenden Zeit rechnen.

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WIESBADEN. Die Lage in den Wiesbadener Akutkliniken hat sich in den vergangenen Wochen nicht verschärft – planbare Eingriffe können an den Häusern weiterhin im vollen Umfang stattfinden. Das berichten die Helios-Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK), das St.-Josefs-Hospital (Joho) und die Asklepios-Paulinenklinik (APK) auf Anfrage.

Der Monat September sei coronamäßig ruhig verlaufen, so Joho-Geschäftsführer Martin Bosch – sowohl was die Zahl der Corona-Patienten als auch die Zahl der coronabedingten Personalausfälle angehe. Mittlerweile sei jedoch ein leichter Anstieg bei den Covid-Patientenzahlen zu erkennen. „Auch die krankheitsbedingten Ausfälle beim Personal steigen. Meist jedoch nicht wegen Covid“, macht er deutlich.

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An der APK liegen die krankheitsbedingten Ausfälle „nicht über dem durchschnittlichen Krankenstand für diese Jahreszeit“, berichtet Felix Heselhaus. Insgesamt sei die Corona-Lage derzeit auf einem gut beherrschbaren – und „im Vergleich zu früheren Zeiten entspannten“ – Niveau. Man habe an der Paulinenklinik in der Regel zwischen fünf und zehn infizierte Patienten.

Drei Corona-Patienten auf Intensivstationen

Insgesamt waren in den Kliniken am Mittwoch drei Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt – in jedem Haus eines. Im Joho lag zudem ein Intensivpatient, der Kontaktperson war. Auf den Covid-Normalstationen der drei Häuser lagen insgesamt 36 Betroffene: sieben an der APK, neun am Joho und 20 an den HSK. Die Gesamtzahl der Covid-Patienten an den HSK sei zu Beginn des Monats mit 16 bis 18 noch etwas niedriger gewesen, als aktuell (21), erklärt ihr Sprecher Patrick Körber.

Wie es in den kommenden Wochen in den Kliniken weitergeht? Entsprechend der allgemein steigenden Inzidenzlage rechnet Martin Bosch mit steigenden Covid-Patientenzahlen im Joho, aber auch mit mehr erkrankten oder in Quarantäne befindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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Ähnlich sieht das die APK, wie Felix Heselhaus berichtet: „Wir rechnen mit einer saisonalen, moderat steigenden Entwicklung der Infektionszahlen, aber auch der Covid-Patienten in unserer Klinik.“ Wegen der bestehenden Masken- und Testpflichten sowie des umfassenden Hygienekonzepts gehe man aber davon aus, „dass auch in Zukunft alle Eingriffe in vollem Umfang stattfinden können und es zu keinem Versorgungsengpass kommen wird“.