Polizei stellt heute Unfall auf Gustav-Stresemann-Ring nach

Bei einem schweren Unfall auf dem Gustav-Stresemann-Ring in Wiesbaden im Oktober sind sechs Menschen schwer verletzt worden. Ein Mann starb in der Folge.

An diesem Mittwoch rekonstruieren Ermittler den tödlichen Unfall im Oktober in Wiesbaden mit zwei baugleichen Autos. Dazu wird abends die Straße stadtauswärts gesperrt.

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Wiesbaden . Mit zwei baugleichen Fahrzeugen stellt die Polizei am Mittwoch, 14. Dezember, ab etwa 19 Uhr den tödlichen Unfall auf dem Gustav-Stresemann-Ring nach. Die Wiesbadener Staatsanwaltschaft hat die Rekonstruktion des Unfalls veranlasst, um „das Sichtfeld der Unfallbeteiligten vor dem Zusammenstoß unter vergleichbaren Bedingungen dokumentieren”. Das Ganze geschehe im Rahmen der Ermittlungen wegen Mordes, berichten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die Rekonstruktion werden zum einen im fließenden Verkehr und zum anderen ohne „Begleitverkehr” geschehen. Um ähnliche Lichtverhältnisse wie zum Unfallzeitpunkt zu haben, müsse die Dokumentation in den frühen Abendstunden erfolgen. Bei dem Unfall am 22. Oktober soll ein 24-jähriger Mercedesfahrer gegen 20.30 Uhr eine rote Ampel auf dem Gustav-Stresemann-Ring überfahren haben. Er stieß mit einem Golf zusammen, als dieser stadteinwärts fahrend links in die Wittelsbacherstraße abbiegen wollte. Der 24-Jährige soll mit mehr als 130 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein. Der 30-jährige Golf-Fahrer ist später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Vier Mitfahrer im Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers, darunter ein sieben Jahre altes Kind, wurden schwer verletzt.

Laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft werden für die Rekonstruktion am Mittwoch der Gustav-Stresemann-Ring stadtauswärts unmittelbar hinter dem Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Allee/Salzbachstraße bis zum Kreuzungsbereich Wittelsbacherstraße sowie alle Zufahrten auf den Gustav-Stresemann-Ring für den Straßenverkehr gesperrt. Diese temporären Sperrungen seien notwendig, um den Fahrweg und die Sichtverhältnisse des Beschuldigten zu dokumentieren. Für das Nachstellen im fließenden Verkehr gebe es keine Sperrungen. Während der Maßnahme wird auch eine Drohne für Übersichtsaufnahmen im Einsatz sein. Durch die Straßensperrung ist mit Einschränkungen im abendlichen Straßenverkehr zu rechnen. Sie würden aber so gering wie möglich gehalten.

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