Happy End: Vierbeiniger Ausreißer wieder eingefangen

Endlich gefasst: Der kleine Pinschermix war oft entwischt. Foto: Köhler

Ein kleiner Pinschermix hat in den vergangenen Wochen in Wiesbaden für Aufregung gesorgt. Immer wieder wurde der Ausreißer gesichtet, aber nie gefangen. Bis Heiligabend.

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WIESBADEN. Wer auf der sozialen Plattform Facebook aktiv ist, hat es in den vergangenen Wochen vielleicht mitbekommen: In Wiesbaden sorgte ein kleiner Hund für Aufregung. Immer wieder wurde der Pinschermix von aufmerksamen Bürgern im Stadtgebiet gesichtet, konnte aber nicht eingefangen werden – jedenfalls bis Heiligabend.

Doch der Reihe nach. Es war Mitte Dezember, als Ramona Köhler auf den Fall aufmerksam wurde. Die Bad Vilbelerin engagiert sich für entlaufene Hunde und ist dafür auch auf Facebook sehr aktiv. Dafür hat sie die private Initiative „Tiersicherung Frankfurt und Umgebung“ gegründet, neun weitere Frauen unterstützen sie regelmäßig ehrenamtlich dabei.

„Nach 46 Sichtungen habe ich aufgehört zu zählen“

Als Köhler vor zwei Wochen von dem kleinen Hund hört, der an der Fasanerie immer wieder vor Autos laufen soll, schaltet sie sich ein und übernimmt die Koordination der Suche. Mit Helfern aus Wiesbaden richtet sie Futterstellen ein, gestaltet Flyer und veröffentlicht ihre Handynummer. Der entsprechende Suchaufruf auf Facebook wurde bis heute fast 600-mal geteilt.

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Köhlers Handy steht daraufhin kaum noch still. Neben ihrem Vollzeitjob telefoniert sie immer wieder mit Wiesbadenern, die den Hund gesehen haben „Es waren bis zu 25 Anrufe am Tag, nach 46 Sichtungen habe ich aufgehört zu zählen“, so Köhler. Der Hund sei dreimal durch ganz Wiesbaden gerannt – „über große Kreuzungen und sogar Autobahnauffahrten“.

Der Hund sitzt in der Falle

Versuche von Passanten, den Hund zu fangen, schlugen immer wieder fehl. Und der kleine Pinschermix kehrte immer wieder zurück zur Fasanerie. Glücklicherweise findet Köhler in der Wirtin des Neuen Schützenhauses, Tina Ramolla, eine Unterstützerin. Direkt vor dem Gebäude wird eine Lebendfalle aufgestellt – und am 24. Dezember meldet der Bewegungsmelder endlich: Der Hund sitzt in der Falle.

Bei einer weiteren Helferin, Isabelle Schwärzel, hat der kleine Hund, der nicht gechippt ist und bisher auch nicht als vermisst gemeldet wurde, ein liebevolles Zuhause gefunden, in dem er auch bleiben könnte. Das Tierheim ist auch eingebunden. Köhler hat noch eine Bitte, bevor die Silvesterböllerei beginnt: „Sichern Sie Ihren Hund ab sofort gut an der Leine.“