Grillen in Wiesbaden: 15 Orte, an denen die Holzkohle glühen darf

Alles kann auf den Grill - doch nicht überall. Foto: karepa - fotolia.de

Steaks auf dem Grill, ein kühles Bier in der Hand. In Wiesbaden wird wieder fleißig in Parks und auf Grünflächen die Grillglut entfacht. An manchen Orten ist das erlaubt, an...

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WIESBADEN. Kaum klopft der Frühling an, kramen Grillfans wieder voller Vorfreude ihre Utensilien aus dem Keller. Die können sie auch auf öffentlichen Plätzen nutzen – allerdings nur auf ausgewiesenen Stellen. Wer beispielsweise auf Liegewiesen im Park seinen Grill anschmeißt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. Im vergangenen Jahr, so berichtet das Ordnungsdezernat, wurden in Wiesbaden als öffentliche Grillplätze missbraucht“. Die Stadtpolizei, die die Grünanlagen zwischen April und Oktober täglich kontrolliert, hat demzufolge 107 Verstöße geahndet.

Wer wild grillt, den sprechen die Stadtpolizisten zunächst an und weisen darauf hin, das Grillen umgehend einzustellen. Das passiere laut Ordnungsdezernat auch in der Regel ohne Probleme. Außer auf der Anlage „Alter Friedhof“ ist Grillen zeitlich zudem nicht begrenzt. Auf den drei Plätzen dort ist sie im Zeitraum zwischen 8 und 21 Uhr erlaubt.

Nicht verboten, aber gefährlich

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Wer nun dem Grillgenuss lieber auf dem heimischen Balkon frönen will, der sollte einen Blick auf die Hausordnung werfen, „wenn es denn eine gibt“, sagt Florian Erbacher, Brandoberrat bei der Feuerwehr Wiesbaden. Grundsätzlich sei Grillen auf dem Balkon nicht verboten. Aber die Feuerwehr weist darauf hin, dringend Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehört, kein offenes Feuer in geschlossenen Räumen zu entzünden. Und, das gilt ebenso für drinnen wie für draußen: keine brennbaren Materialien in der Nähe des Grills zu lagern.

Um Unfälle zu vermeiden, rät die Feuerwehr, nur einen standsicheren Grill zu verwenden. Zudem sei darauf zu achten, dass der Untergrund eben ist und genügend Abstand zu brennbaren Materialen wie Sonnenschirmen und Girlanden gehalten wird.

Kohle nicht in den Müll - auch wenn sie erloschen ist

Für die Holzkohle gilt, dass sie nur mit Sicherheitsanzünder mit TÜV-/GS-Prüfzeichen entzündet werden sollte. Man sollte keine flüssigen Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus verwenden und sie vor allem nicht auf glühende oder brennende Kohlen gießen. Zudem sollte der Grill laut Feuerwehr nicht unbeaufsichtigt gelassen werden, besonders dann nicht, wenn Kinder in der Nähe sind. Nach dem Grillen darf die Kohle nicht im Restmüll oder auf dem Kompost entsorgt werden, auch wenn keine Glut mehr zu sehen ist. Oberbrandrat Erbacher rät dazu, „die Kohle mit Wasser löschen oder über Nacht auskühlen lassen“.

Falls doch etwas passiert: Die Notrufnummer 112 wählen, Brandverletzungen fünf bis zehn Minuten am besten mit Leitungswasser kühlen, die Wunde danach abdecken und einem Arzt zeigen.

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Sind alle Tipps beachtet und ist ein legaler Platz gefunden, dann steht dem Grillvergnügen nichts mehr im Wege. Auch für die Feuerwehr hat die Saison schon begonnen, berichtet Oberbrandrat Florian Erbacher. Am vergangenen, sommerlichen Wochenende seien die ersten Anrufe wegen „Brandverdachts“ angekommen. Es habe sich allerdings nicht um Brände, sondern um erste Grillvergnügen gehandelt.

Von Cane-Sophie Buzludag