Flüchtlinge: Die Stadt Wiesbaden ist vorbereitet

Wiesbaden wäre darauf vorbereitet, Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Die Stadt gehört aber nicht zu den sieben Kommunen, die sich in den vergangenen Tagen...

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WIESBADEN. Wiesbaden wäre darauf vorbereitet, Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Die Stadt gehört aber nicht zu den sieben Kommunen, die sich in den vergangenen Tagen mit einem Appell und der Bereitschaft zur Aufnahme an die Bundesregierung gewandt hatten. Dies sind Köln, Düsseldorf, Potsdam, Hannover, Freiburg, Rottenburg am Neckar und Frankfurt an der Oder.

„Wir wären aber vorbereitet und stehen zum Beschluss von 2018, dass Wiesbaden ein sicherer Hafen für Flüchtlinge ist“, sagt Sozial- und Integrationsdezernent Christoph Manjura (SPD) auf Anfrage. Der Beschluss besagt, dass die Stadt sich bereit erklärt, aus Seenot gerettete Menschen direkt aufzunehmen.

Laut Manjura gibt es derzeit 1170 freie Plätze, wo Flüchtlinge untergebracht werden könnten. Er sehe auch das Land und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BaMF) besser vorbereitet als 2015. Zu dem Beschluss der Großen Koalition von Montagfrüh, 1000 bis 1500 Kinder und Jugendliche von den griechischen Inseln aufzunehmen, vor allem unbegleitete Minderjährige, sagt der Sozialdezernent: „Ich hoffe, dass man damit zunächst der großen humanitären Not entgegenkommt.“ Eine politische Lösung müsse auf Bundes- und EU-Ebene gefunden werden. Wie die kranken und/oder unbegleiteten Kinder und Jugendlichen in Deutschland verteilt werden sollen, ist noch nicht bekannt.