Das menschliche Gesicht Wiesbadens: Ehrenamtlich Engagierte...

Die geehrten Wiesbadener mit Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Sven Gerich (Mitte) beim Bürgerfest.Foto: wita/Paul Müller  Foto: wita/Paul Müller

„44 ganz besondere Menschen, die mit ihrem persönlichen ehrenamtlichen Engagement für eine noch menschlichere Stadt sorgen“, wurden im Rathaus mit der höchsten...

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WIESBADEN. „44 ganz besondere Menschen, die mit ihrem persönlichen ehrenamtlichen Engagement für eine noch menschlichere Stadt sorgen“, wurden im Rathaus mit der höchsten Auszeichnung Wiesbadens geehrt. Sie erhielten während einer Feierstunde in Anwesenheit zahlreicher Stadtpolitiker, darunter die ehemaligen OBs Rudi Schmitt und Hans-Joachim Jentsch, sowie der einstigen Bundesministerin Hannelore Rönsch die Bürgermedaille in Gold, Silber oder Bronze. Die Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Sven Gerich konnten angesichts der Vielzahl der Ehrungen nur kurz das individuelle Verdienst würdigen, das allerdings in einer Broschüre ausführlicher beschrieben ist.

Die geehrten Wiesbadener mit Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Sven Gerich (Mitte) beim Bürgerfest.Foto: wita/Paul Müller  Foto: wita/Paul Müller

Die erstaunliche Bandbreite der altruistischen Leistungen lässt sich hier ebenfalls nur exemplarisch aufzeigen: So wurde Ingo Hausch, unter anderem Leiter des AK Wiesbaden/Rheingau/Taunus der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, „als eine wichtige Säule auf dem Gebiet der Natur- und Vogelkunde in unserer Region“ mit der Goldmedaille gewürdigt, die auch Franz Bayer “als Seele des Kneipp-Vereins Wiesbaden” erhielt. Waltraud Hennemann ehrte man für ihre Verdienste um den Wiesbadener Knabenchor, Else Keutmann für ihren jahrzehntelangen Einsatz im Freiwilligenzentrum Wiesbaden und Gerd Fiedler dafür, dass er “der Dotzheimer Jugendfeuerwehr ein Gesicht gegeben hat.“ Eine Bürgermedaille in Silber nahm Hermann Alfke für seine Inventarisierung im Stadtmuseum Wiesbaden entgegen und Rolf Dreger als unverzichtbare Stütze des Vereins „Karneval-Club Kastel 1947“. Neben jenen, die sich zum Teil seit über 40 Jahren mit voller Kraft einer Herzenssache widmen, wurden Ehrenamtler gewürdigt, deren Einsatz völlig unterschiedlichen Bereichen zugute kommt. Einer von ihnen war der stadtbekannte Ex-VHS-Direktor Hartmut Boger: Er versteht es auf so vielen Gebieten, “immer wieder andere mit seinen Ideen und Visionen mitzureißen”, dass man seine Einsätze gar nicht alle aufzählen kann. Auch der Landwirt Werner Born ist einer der “Ehrenamt-Multis”: Er bringt sein berufliches Know-how in diversen Gremien ein und unterstützt überdies seit 45 Jahren die evangelischen Kirchengemeinde Bierstadt. Barbara Yurtöven, eine Journalistin dieser Zeitung, gehörte vor über drei Jahrzehnten zu den Gründerinnen des Deutschen Hockey - Clubs Wiesbaden e.V, in dem sie sich seitdem kontinuierlich engagiert. Überdies ist sie als Verfechterin der Inklusion im Vorstand des Vereins „Pepino e.V. – Initiative für Kinder“ tätig. Für ein ganz außergewöhnliches Engagement wurde Thi Thu Nga Dinh ausgezeichnet: Vor dreißig Jahren als eine der „Boat People“ nach Deutschland gekommen, unterstützt sie mit der eigens gegründeten Organisation “Vietnamhilfe direkt” ihre Landsleute zu Hause. Erwähnt werden sollte auch eine Frau, die jahrelang ganz im Verborgenen wirkte: Hilde Plett leistete ihren besonderen mitmenschlichen Beitrag, indem sie als unermüdliche Pflegehilfe einer alleinstehenden Freundin eigene Interessen zurückstellte. Allen Geehrten, denen im Laufe der Festveranstaltung der Pop-Jazz-Chor Wiesbaden unter Leitung von Clemens Schäfer mehrere “Ständchen” brachte, erklärte OB Gerich zusammenfassend die Auszeichnungen und das kulinarische Verwöhnprogramm dieses Abends: „Sie sind das menschliche Gesicht unserer Stadt. Dafür gilt, was schon Cicero, der Philosoph der Antike, sagte: ‚Keine Schuld ist dringender als die, Dank zu sagen!“