Heute beginnt der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt

Der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt im vergangenen Jahr. In diesem Jahr dürfte die Stadt um die Weihnachtszeit weniger leuchten.

Wiesbadens Weihnachtsmarkt findet dieses Jahr mit reduzierter Beleuchtung statt, aber nicht überall. Auch auf Schlittschuhfahren müssen Kinder nicht verzichten – nur auf das Eis.

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Wiesbaden. Der 20. Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden steht vor der Tür. Diesmal wieder ohne Einlassbeschränkungen und fast wie gewohnt. Am 22. November, 18 Uhr, wird er offiziell eröffnet. Traditionell mit einschwebenden Engeln. Der Markt wartet in diesem Jahr mit insgesamt 103 Ständen auf. Während in den Nachbargassen des Markts die Beleuchtung und auch die Beleuchtungszeiten reduziert werden, gilt dies für den Markt selbst nicht.

„Wir wissen, dass diese Reduzierung vor allem symbolisch ist“, so Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger (Grüne), aber wir „möchten an die Ursache der Energiekrise erinnern, den russischen Überfall auf die Ukraine.“ Einige neue Anbieter werden vertreten sein, kündigt Simon Rottloff für die Wiesbaden Congress und Marketing GmbH an. Flammlachs, Bernsteinschmuck, verschiedene Essige und Kaschmirkleidung zum Beispiel. Jeweils am Wochenende soll es auf der Bühne Schwerpunkte geben: spanische, irische, amerikanische und französische Weihnachten.

Schlittschuhlaufen auf Kunstoffbahn

Auf dem Luisenplatz wird wieder eine Schlittschuhbahn für Kinder bis 14 Jahre aufgebaut. Allerdings _mit Kunststoffplatten, die fürs Eis-Feeling sorgen und von der Sporthilfe Wiesbaden gesponsert werden, berichtet Andreas Steinbauer. Erwachsene können Eisstock schießen. Drumherum entsteht ein Kinderweihnachtsmarkt. Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr kostenlos Schlittschuh zu laufen. Ansonsten kostet das Fahren für Kinder vier, für Erwachsene fünf Euro. Wer Schlittschuhe ausleihen möchte, kann dies für vier Euro tun. Wie im vergangenen Jahr hat die frühere Eiskunstläuferin Marika Kilius die Schirmherrschaft für „Luisenplatz on Ice“ übernommen. Dass kein echtes Eis zur Verfügung steht, hat auch mit den Energiespar-Verordnungen zu tun. Wie berichtet, bleibt in dieser Saison ja auch die Eisbahn am Kleinfeldchen geschlossen. Steinbauer kündigte an, dass Vereine kostenlos auf der Kunststoffbahn trainieren können, wenn sie sich anmelden.

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Die Einzelhändler sorgen gemeinsam mit der VRM mit einem Gewinnspiel für Vorfreude mit Gesamtpreisen von 5000 Euro, kündigte Ilka Guntrum von „Wiesbaden wunderbar“ an. Und selbstverständlich hat Wiesbaden auch wieder einen tollen Baum: eine Douglasienfichte aus Hausen vor der Höhe. Sie heißt Emilia und ist laut Stadt 26 Meter hoch, bei der Vorstellung vor Ort war sogar von 28 Metern die Rede. Für den Namen Emilia „haben wir uns entschieden, weil es der bisher in diesem Jahr am häufigsten gewählte Mädchenname in Wiesbaden ist“ erzählt Christiane Hinninger. Emilia ist etwa 35 Jahre alt und stand bisher in einer alten Weihnachtsbaum-Schonung, die schon seit etwa 30 Jahren nicht mehr bewirtschaftet wird, berichtet Stefan Fuidl, Sohn des im Januar vergangenen Jahres gestorbenen Clemens Fuidl, der sich zwei Jahrzehnte lang um die Suche nach schönen Weihnachtsbäumen für Wiesbaden verdient gemacht hatte. Zusammen mit Christian Mucke hat Stefan Fuidl also Emilia ausfindig gemacht und aufwendig und mit viel technischem Gerät aus dem Wald geholt. „Es war sehr matschig“, deutet er an.

Neue Glühweintasse zeigt die Ringkirche

Klar, dass auch in diesem Jahr bei der Pressekonferenz zum Sternschnuppenmarkt, die Wiesbadener Lilchen ins Rathaus gekommen waren, wo auch die neue Glühweintasse präsentiert wurde. Sie zeigt in diesem Jahr neben dem Sternschnuppenmarkt die Ringkirche und ist für zwei Euro zu haben. Und dann war da sogar noch eine Königin zum Baumstellen gekommen: Die „Weihnachtsbaumkönigin“ Sophia Adlberger, der Emilia gefällt, weil sie Bäume liebt, „die auch Ecken und Kanten haben.“ Bis Samstag putzt sich Wiesbadens Baum heraus, mit LED-Lichtern und 250 goldenen Schleifen, sagt Stefan Fuidl.

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Direkt neben dem Baum wird wieder die Krippe aufgebaut, gut mit Acrylglas geschützt. Auch die Marktkirche beteiligt sich ab dem 27. November am Geschehen: mit täglicher Orgelmusik (17.45) und einer anschließenden Kurzandacht (18 Uhr).