Corona-Kontrollen: Wiesbadener Stadtpolizei zufrieden

aus Coronavirus-Pandemie

Thema folgen
Corona-Regeln werden in Wiesbaden weitgehend eingehalten, sagt die Stadtpolizei. Archivfoto: Sascha Kopp

Auf Spielplätzen, in Bussen und bei Frisören hat die Wiesbadener Stadtpolizei kontrolliert, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. Fazit: Vieles läuft gut.

Anzeige

WIESBADEN. Für die bisherigen Kontrollen auf den Wiesbadener Spielplätzen kann die Stadtpolizei eine positive Bilanz ziehen. Die Eltern würden verantwortungsvoll mit den Bestimmungen umgehen und sich zum größten Teil daran halten. Bei Missachtung werde auf die Einhaltung der Verordnung hingewiesen - die Mitarbeiter der Stadtpolizei appellieren an die Eigenverantwortung.

Als fast vorbildlich werde die Situation in den Wiesbadener Friseursalons bezeichnet. Annähernd die Hälfte der rund 330 Salons in Wiesbaden wurde bisher von der Stadtpolizei beraten und kontrolliert. Nennenswerte Verstöße konnten dabei nicht festgestellt werden. Bis zum Ende der Woche will die Stadtpolizei alle Coiffeurs aufgesucht haben.

Acht Bußgeldverfahren

Insgesamt positiv seien auch die durchgeführten Kontrollen gemeinsam mit ESWE Verkehr zur Einhaltung des Mund-Nase-Schutzes im Öffentlichen Personennahverkehr gelaufen. An ausgewählten Haltestellen im Stadtgebiet haben die Teams aus Stadtpolizei und ESWE Verkehr noch einmal "sensibilisierend" auf die Fahrgäste eingewirkt und auf die Notwendigkeit des Tragens eines Schutzes hingewiesen. Die meisten Fahrgäste hätten eine Maske getragen. Allerdings mussten auch acht Bußgeldverfahren eingeleitet werden, weil kein Mund-Nase-Schutz getragen wurde und sich die Fahrgäste nicht einsichtig zeigten.

Anzeige

Auf Wunsch der Betreiber der Wiesbadener Tafel war die Stadtpolizei auch bei der am Dienstag, 5. Mai, wieder aufgenommenen Essensausgabe an Bedürftige zugegen. Hier habe es nur kleinere Beanstandungen bezüglich der Einhaltung des Mindestabstandes gegeben.

„Städte und Kreise brauchen Zeit“

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende wünscht sich laut Angaben der Stadt von der am Mittwoch stattfindenden Corona-Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten ein klar strukturiertes, bundeseinheitlich weiteres Vorgehen statt immer mehr Durcheinander bei den „Lockerungen“. „Niemand versteht zum Beispiel, wenn zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz unterschiedliche Regeln gelten, in Wiesbaden also andere als in Mainz. Und die Städte und Kreise brauchen genug Zeit, um die Maßnahmen auch sinnvoll umzusetzen. Änderungen, nicht von heute auf morgen, aber mit einer klaren Perspektive, sind aus meiner Sicht erforderlich beim Sport, in der Gastronomie, bei den Kitas und Schulen bei den Kultureinrichtungen. Und ganz dringend für alle Veranstalter ist endlich eine Festlegung, was als Großveranstaltung gilt. Und über allem muss stehen, dass die ‚Lockerungen‘ nur so weit gehen können, dass die Erfolge der vergangenen Wochen nicht gefährdet werden.“

Von red