Hoffnung statt Skepsis

„Wir sind froh über eine neue Dekanin nach der Vakanz seit Dezember 2020“ – Präses Rolf Hartmann gratulierte Birgit Hamrich. Foto: Maresch

Pfarrerin Birgit Hamrich wurde feierlich als neue Dekanin des Dekanats Büdiger Land eingeführt, das auch die Gemeinden Ulrichstein, Feldkrücken und Bobenhausen II umfasst.

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NIDDA/ULRICHSTEIN. (em). Das evangelische Dekanat Büdinger Land, zu dem auch die evangelischen Gemeinden in Ulrichstein, Feldkrücken und Bobenhausen II gehören, hat wieder eine Dekanin. Im Dezember 2020 wechselte die damalige Dekanin Sabine Bertram-Schäfer als Pröpstin nach Nordnassau. In einem festlichen Gottesdienst wurde Pfarrerin Birgit Hamrich von Propst Mathias Schmidt in der Stadtkirche Nidda in das Amt der Dekanin eingeführt. In einer großen Zahl von Teilnehmenden aus dem ganzen Dekanat konnte Niddas Pfarrerin Hanne Allmansberger auch Familie und Freunde der Dekanin sowie ihre Amtsvorgängerin Sabine Bertram-Schäfer, Vertreter der Nachbardekanate und des öffentlichen Lebens begrüßen und allen Mitwirkenden des Gottesdienstes danken. Ebenfalls willkommen geheißen wurde die Delegation aus der südindischen Partnerkirche von East Kerala, die derzeit Oberhessen besucht. Schönes Zusammentreffen: Birgit Hamrichs vorheriges Arbeitsgebiet war die Partnerschaftsarbeit im EKHN-Zentrum Ökumene. Der Propst führte die Dekanin nach der Ordnung der EKHN in ihr Amt ein, Pfarrer Hans Hamrich und Pfarrerin Beate Henke sprachen weitere Bibelworte. Ihre Predigt begann Dekanin Hamrich mit dem Motto des Gottesdienstes aus dem 103. Psalm „Lobe den Herrn, meine Seele“ und meinte: „Gott zu loben verbindet uns über alle Unterschiede hinweg. Die Welt wird leise, wir kommen in einen inneren Raum, den Raum Gottes in uns.“ Der Predigttext aus Jesaja 12 sei in einer Krisenzeit in der babylonischen Gefangenschaft geschrieben worden. Die Einsicht in die eigenen Verfehlungen beantwortet der Prophet mit Hoffnungsbildern. Krisenzeit heute: konkret sprach die Dekanin den Pfarrermangel an, die kommenden Strukturveränderungen mit dem Zukunftsprozess „ekhn2030“. Sie plädierte für neue Formen der Zusammenarbeit. Der Skepsis stellte sie Hoffnungsbilder entgegen: „Das Evangelium entfaltet immer noch seine Kraft und leuchtet.“ Beim Fürbittegebet sprach Reverend Biju Joseph auch eine Bitte um Segen für die neue Dekanin, für die Einheit der Kirche. Später überbrachte er die Grüße und guten Wünsche von Bischof Francis. Die indische Gruppe übergab Gastgeschenke, darunter auch ein Tuch, das eine besondere Ehrengabe darstellt.