Friedhelm Loh Group spendet für die Ukraine

Die Friedhelm Loh Group hat die Familien von ukrainischen Mitarbeitern nach Haiger geholt. Spielsachen sorgen bei den Kindern für Ablenkung. Fotos: Friedhelm Loh Group

Mitarbeiter und Inhaber haben 600.000 Euro gespendet. 83 Menschen wurden nach Haiger geholt.

Anzeige

HERBORN/HAIGER. Die Mitarbeiter und Friedhelm Loh, Inhaber der Friedhelm Loh Group, haben neben etlichen Hilfsmaßnahmen gemeinsam für die Menschen im ukrainischen Kriegsgebiet gespendet.

"Wir werden helfen, wo wir können", verspricht Friedhelm Loh. So sammelte das Familienunternehmen dank großer Spendenbereitschaft der Mitarbeiter und der Verdreifachung des Betrags durch den Inhaber 600 000 Euro für die Menschen in der Ukraine. "Sie haben ein deutliches Zeichen für Ihre Hilfsbereitschaft gesetzt. Für Menschen, die einen Krieg erleben, um ihr Leben bangen oder auf der Flucht sind. Das ist beispielhaft, verantwortungsbewusst, gelebte Nächstenliebe pur", bedankt sich Friedhelm Loh. Die Spenden finden über die Rittal Foundation, gemeinnützige Stiftung der Friedhelm Loh Group, mit humanitären Organisationen ihren Weg in das vom Krieg betroffene Land. Zu den Empfängern gehören die Aktion "Deutschland Hilft", World Vision, Humedica, die FeG Auslandshilfe, die Ukrainehilfe Breitscheid und "Ärzte ohne Grenzen".

Tochtergesellschaft in der Ukraine ist geschlossen

Damit direkt betroffenen Menschen aus der Ukraine schnell geholfen werde, habe die Friedhelm Loh Group vor zwei Wochen gemeinsam mit dem Rittal Vertrieb, den Mitarbeitern von Rittal Polen, der Stadt Haiger und der Rittal Foundation 38 Menschen aus dem Kriegsgebiet nach Haiger geholt - die Familien der ukrainischen FLG-Mitarbeiter. Ihre ehemalige Arbeitsstätte, die Rittal Tochtergesellschaft und ein Standort des Softwarehauses Digital Technology Poland, sind aktuell aus Sicherheitsgründen geschlossen. Die Mitarbeiter selbst, alles Männer, mussten größtenteils in der Ukraine bleiben.

Anzeige

Auch die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe aus Haiger und von Eplan in Monheim am Rhein packen mit an: Sie haben Busse gemietet, um Geflüchtete an der Grenze abzuholen, andere stellen ihre Wohnungen als Unterkünfte zur Verfügung. Die Azubis der Unternehmensgruppe stellten eine eigene Hilfsaktion für die Ukraine auf die Beine.

Die Rittal Foundation unterstützt zudem das Hilfswerk Immanuel mit Sitz in Krefeld, das sich für Hilfsbedürftige in Katastrophengebieten und anderen Notlagen einsetzt. Für die Menschen in der Ukraine hat die gemeinnützige Organisation die Aktion "Hilfe im Karton" ins Leben gerufen, mit der sie Lebensmittelpakete in die betroffenen Gebiete überbringt. Initiiert von einem der Ehrenamtlichen und Mitarbeiter von Cideon, ein Unternehmen der Friedhelm Loh Group, fördert die Rittal Foundation das Projekt mit 5000 Euro - und damit 200 Paketen.

Zusammenhalt, Verantwortung, Engagement - das sind Werte, die Mitarbeitende wie Unternehmensführung in ihrem Handeln leiten, so die Unternehmensgruppe in ihrer Pressemitteilung. Jedes Jahr spenden die Mitarbeiter gemeinsam für soziale Zwecke, so auch nach der Hochwasserkatastrophe in Deutschland. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sie 2021 bereits 930 000 Euro, die höchste Spendensumme in der Geschichte des Unternehmens.

1,5 Millionen Euro in acht Monaten gespendet

Addiert zur Ukrainehilfe hat die Unternehmensgruppe innerhalb von knapp acht Monaten 1,5 Millionen Euro für den guten Zweck aufgewendet. "Ich bin tief beeindruckt von dem Engagement der Menschen in meinem Umfeld. Das sind Zeichen der Nächstenliebe, die uns Zuversicht schenken und zugleich dankbar machen für die Freiheit, die wir haben", so Friedhelm Loh.