Neun junge Männer wollen mit „Pando ventures“ im...

Jung, dynamisch, erfolgreich und voller Ideen: sieben der zehn jungen Köpfe von „Pando ventures“.Foto: Pando ventures   Foto: Pando ventures

Sie nennen sich selbst „Start up-Inkubator“ und wollen mit ihrem Gründercampus anderen cleveren und mutigen Köpfen bei der Gründung eines Unternehmens helfen – ohne...

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NEUHOF. Sie nennen sich selbst „Start up-Inkubator“ und wollen mit ihrem Gründercampus anderen cleveren und mutigen Köpfen bei der Gründung eines Unternehmens helfen – ohne dabei die Fehler zu machen, die sie selbst gemacht haben. „Pando ventures“ heißt ihr Unternehmen. Pando ist eine Klonkolonie der Amerikanischen Zitterpappel im Fishlake National Forest in Utah, USA, die als das älteste und schwerste bekannte Lebewesen der Erde gilt. Mehr noch: Die Amerikanische Zitterpappel bildet Kolonien, deren Baumstämme über Rhizome miteinander verbunden sind und somit einen einzelnen Organismus bilden. Während einzelne Baumstämme absterben und neue hinzukommen, besteht die Kolonie als Ganzes fort.

Dies will man bei „Pando ventures“ leben und weiter tragen. Die Pando Ventures GmbH wurde im März 2016 von Arne Wüllner als Geschäftsführer, sowie den drei acáo-Gründern Florens Knorr, Michael Noven und Christopher Reimann gegründet. Der Gründercampus befindet sich in den Büroräumen der acáo GmbH, was optimale Synergieeffekte für alle weiteren Projekte zur Folge habe und ermögliche, dass junge, motivierte Menschen zusammenarbeiten, so Wüllner.

Eine Idee muss am Anfang stehen

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„Der Prozess beginnt bei einer notwendigen Ideenfindung, geht über das Testen und die Entwicklung eines ersten, marktreifen Produktes und hält bis weit nach der Skalierung des Geschäftsmodells mit Pando als beratenden Partner an“, ergänzt Enrico Jakob. Darüber hinaus biete man einen Zugang zu Investoren und Logistik, ein Marketing-Team und Expertenratschläge. Aktuell besteht das Team aus zehn Mitgliedern: Arne Wüllner als CEO, Florens Knorr, Michael Noven und Christopher Reimann als beratende Partner, vier Mitarbeitern und zwei erfahrenen Unternehmern. „Hierbei zählen stetige Prozessoptimierungen und jeweilige Projektbetreuungen zu den wichtigsten, täglichen Herausforderungen“, erlebt Wüllner immer wieder.

Tatsächlich angefangen hat alles aber schon früher: Knorr, Noven und Reimann haben 2013 die acáo GmbH gegründet. Durch fehlende monetäre Mittel konnte hier im gesamten Gründungsprozess nur selten auf externe Hilfe zurückgegriffen werden, was zur Folge hatte, dass sich die drei Gründer sämtliches Know-how innerhalb der Produktentwicklung, der Vermarktung oder Mitarbeiterführung selbst beibringen mussten. Zur Vermeidung der eigenen Fehler wurden individuelle Analyse-, Entscheidungs- und Strategie-Werkzeuge entwickelt, welche bei acáo eingesetzt und im Hinblick auf „Pando ventures“ von Wüllner aufgegriffen wurden.

„Made in Germany“ auf neue Art

Um künftig jungen Unternehmern zu helfen, diese Fehler zu vermeiden und den gesamten Prozess weiter zu optimieren, wurde der Gründercampus in Taunusstein ins Leben gerufen. „Unser Anspruch ist es dabei, dass jedes daraus resultierende Geschäftsmodell mindestens so erfolgreich werden soll, wie acáo selbst und das in einem deutlich kürzeren Zeitrahmen“, betont Wüllner, der 20-jährige BWL-Student aus Bielefeld. Ihm zur Seite steht dabei Enrico Kakob (22), der Wirtschaftswissenschaften studiert hat und aus Würzburg stammt. Sie haben ihre Ziele hoch angesetzt: „Unser mittelfristiges Bestreben ist es, die Anlaufstelle für Gründer im Rhein-Main-Gebiet zu werden und daher ganzheitlich fördernd für die Region zu agieren und die Wirtschaftsleistung positiv zu beeinflussen“, lautet eine ihrer Visionen. Hierbei spielten ganz bestimmte Werte eine große Rolle. Damit wollen sie erreichen, dass die vielen „genialen Köpfe“ auf deutschen Universitäten ihre Ideen in Deutschland entwickeln und damit dem Land dessen Innovationsgeist erhalten. „Made in Germany“ in einem zeitgemäßen Ansatz.

Von Mathias Gubo