Bärstadter freuen sich auf ihre Kneipe

Die Stimmung bei der Gründungsversammlung ist bestens. Foto: Hendrik Jung

Die VolksWirtschaft Lindenhof eG hat sich gegründet. Die Bärstadter Bürger wollen ab September im ehemaligen Lindenhof ihre eigene Kneipe betreiben.

Anzeige

BÄRSTADT. Die Stimmung bei der Gründungsversammlung der VolksWirtschaft Lindenhof eG ist besten. „Es ist so weit, ein großer Tag“, freut sich Ortsvorsteher Rudolf Höhn. Nachdem zuvor 140 Personen nicht nur aus Bärstadt, sondern auch aus der Umgebung ihr Interesse am genossenschaftlichen Betrieb einer Kneipe bekundet haben, kann es nun damit losgehen. Im Bürgerhaus Bärstadt finden die Buletten und das Bier, die beide bald auch im ehemaligen Lindenhof kalt angeboten werden sollen, bereits reißenden Absatz.

Gut gelaunt unterzeichnen 101 Gründungsmitglieder und bestätigen damit, dass sie eine Einlage von 100 Euro leisten werden. Damit befindet sich die Genossenschaft, deren Vorhaben der Betrieb einer Kneipe zum Klönen sowie der Verkauf von Getränken vorwiegend aus regionaler Produktion und bierbegleitenden Speisen ist, nun in Gründung.

Betrieb ist an fünf Tagen während der Woche geplant

Anzeige

Der Businessplan, den der Genossenschaftsverband verlangt, sieht für den Start einen monatlichen Umsatz in Höhe von 3 500 Euro vor. Sechs Wochen dauert es, bis die Genossenschaft eingetragen ist. Im August soll schließlich in den von Werner Köhler gepachteten Räumen die große Eröffnung gefeiert werden, im September der reguläre Betrieb beginnen, der Öffnungszeiten an fünf Tagen außer montags und samstags vorsieht.

Während der Schließzeiten ist eine Nutzung des Lokals für Familienfeiern möglich, sofern ein Mitglied der Genossenschaft zur Festgemeinde gehört. „Im Durchschnitt sollen die Freiwilligen alle vier bis sechs Wochen Dienst machen“, erläutert Ralph Schlenker, der mit Kerstin Höhn für den Fachbereich Diensteinteilung zuständig ist. Angedacht ist eine Öffnung zwischen 19 und 22.30 Uhr. Wer am jeweiligen Abend Dienst macht, hat jedoch Hausrecht und kann auch später schließen. Außerdem kann jeder seine Kreativität einfließen lassen und das Angebot etwa um Kleinkunst oder kulinarische Themenabende wie einen Schnitzeltag erweitern. Schließlich soll in der Volkswirtschaft nicht jeder Abend gleich ablaufen.

Bis es so weit ist, gibt es aber noch einiges zu tun. „Wir werden am Anfang schon ein paar Mark investieren müssen, aber wir werden die Ausgaben gering halten und nur das Nötigste anschaffen“, erläutert Rudolf Höhn, der zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Genossenschaft gehört – genauso wie Ralf Köhler als Sohn des Eigentümers des ehemaligen Lindenhofs. Derzeit sehe man sich nach Auflösungen von Gastwirtschaften um, weil man etwa noch Teller oder eine Spülmaschine benötige. Außerdem müssen die Wände des Lokals gestrichen werden. Das werde man jedoch in einer gemeinschaftlichen Aktion erledigen, bei der die Stimmung genauso gut zu werden verspreche, wie bei der Gründungsversammlung.

Wer nicht dabei gewesen ist, kann immer noch Gründungsmitglied werden. Entweder am heutigen Mittwochabend in der Volkswirtschaft im Lindenhof in der Backhausstraße 7 oder bis Ende der Woche bei Ortsvorsteher Rudolf Höhn in der Hauptstraße 16. Wer erst danach beitritt, tut das wie in einem Verein über einen Mitgliedsantrag.