SPD Rüdesheim will Bürgermeister Volker Mosler ablösen

Die Partei wird aller Voraussicht nach keinen eigenen Kandidaten aufstellen, hat sich aber noch nicht entschieden, wenn sie unterstützen wird. Nur eins ist klar: Mosler nicht.

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RÜDESHEIM. (bad). Wahlziel der Rüdesheimer SPD bei der anstehenden Bürgermeisterwahl ist es, den Amtsinhaber Volker Mosler abzulösen. Das haben die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung so beschlossen, berichtete der SPD-Vorsitzende Wolfgang Weinem. Dennoch sollen nicht nur die beiden weiteren Kandidaten Hansjörg Bathke und Klaus Zapp, sondern auch Mosler zu einer Vorstellungsrunde eingeladen werden. Einige Mitglieder hätten aus Fairnessgründen darauf bestanden, so Weinem.

Die SPD werde keinen eigenen Kandidaten aufstellen, es sei denn Bathke und Zapp ziehen zurück, was eher unwahrscheinlich sei, wie Weinem zugab. Aber auch für diesen Fall sei die SPD gerüstet. Ins Rennen werde dann der von der SPD intern bereits ausgeguckte Bewerber gehen. Nachdem der Stadtverordnetenvorsteher Hansjörg Bathke im Dezember seinen Austritt aus der CDU und seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl angekündigt hatte, habe die SPD beschlossen, keinen Kandidaten aufzustellen, damit sich die Herausforderer von Mosler nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Zuvor sei an unterschiedlichen Vorstellungen der Versuch gescheitert, einen gemeinsamen Kandidaten von SPD, GfR und WIR aufzustellen.

Die Mitglieder, die bei der Jahreshauptversammlung nicht anwesend waren, seien schriftlich informiert worden, so Weinem. Der Vorstand werde sich nun die drei Kandidaten angucken und einen Vorschlag machen, welchen Kandidaten, außer Mosler, die SPD unterstützt. Weinem hat persönlich seine Entscheidung schon getroffen. Nicht als Ortsvereinsvorsitzender, sondern ausdrücklich als die Privatperson Wolfgang Weinem, werde er die Kandidatur Bathkes mit seiner Unterschrift unterstützen, erklärte Weinem. Für wen sich die Partei entscheidet, werde nicht übers Knie gebrochen. Es sei schließlich noch Zeit, erklärt der Vorsitzende, der damit rechnet, dass noch jemand seinen Hut in den Ring werfe, den die SPD auch nicht unterstützen werde: einen Bewerber der AfD.