Preise für Besucherzentrum und Osteinschen Landschaftspark

Das Besucherzentrum hebt sich von der historischen Umgebung ab, ohne sich in den Vordergrund zu stellen, findet die Jury. Foto: Heinz Margielsky

Beim Wettbewerb Bau- und Gartenkultur im Welterbe gibt es Preise für das Besucherzentrum auf dem Niederwald und die Wiederbelebung des Osteinschen Parks.

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RÜDESHEIM. (bad). Das vor drei Jahren eingeweihte Besucherzentrum auf dem Niederwald und der in den letzten Jahren für viele Millionen Euro wieder mit Leben erfüllte Osteinsche Landschaftspark haben Vorbildcharakter fürs Mittelrheintal. Beim Wettbewerb Bau- und Gartenkultur im Welterbe oberes Mittelrheintal, den die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen ausgelobt hatten, siegten die beiden von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen in Rüdesheim umgesetzten Bauvorhaben in den Kategorien Neubauten, Umbauten, Sanierungen von Gebäuden sowie Neu- und Umbauten von Gärten und Freianlagen.

Das Besucherzentrum hebt sich von der historischen Umgebung ab, ohne sich in den Vordergrund zu stellen, findet die Jury. Foto: Heinz Margielsky
Zur Klippe wurde der alte geschwungene Pfad wieder angelegt. Archivfoto: Müller

Die Landschaftsarchitekten Bittkau-Bartfelder verfolgten im Osteinschen Landschaftspark das Konzept, die Überraschungsmomente, die so typisch für den Park zu Zeiten des Grafen Ostein im 18. Jahrhundert waren, wieder erlebbar zu machen. Eine von ganz vielen Maßnahmen war in diesem Zusammenhang, die verschlungenen Wege zur Rossel, zur Klippe und zur Zauberhöhle wieder herzustellen. Die Revitalisierung sei gekennzeichnet von einer sensiblen und gleichzeitig zeitgenössischen Landschaftsplanung, meint die Jury.

Das Besucherzentrum des Wiesbadener Architekturbüros Grabowski Spork, für das die Jury sowohl für die Außen- als auch die Innenarchitektur lobende Worte fand, hebe sich von der historischen Umgebung ab, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Ebenfalls positiv zu bewerten sei das Nachhaltigkeitskonzept, das schon bei der Auswahl des Materials zum Tragen gekommen sei. Prämiert wurden Vorhaben, die zwischen 2009 und 2019 umgesetzt wurden. Der erste Preis ist mit jeweils 1500 Euro dotiert.