Idsteins Freie Wähler fordern unterirdische Verlegung der...

(VoS). Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat einen Antrag in die Idsteiner Stadtverordnetenversammlung eingebracht, nach dem sich diese zum Schutz der Anwohner...

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IDSTEIN. (VoS). Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat einen Antrag in die Idsteiner Stadtverordnetenversammlung eingebracht, nach dem sich diese zum Schutz der Anwohner für eine Erdverkabelung der geplanten Gleichstrom-Ultranetverbindung in der Idsteiner Gemarkung einsetzen soll. „Die aktuelle Hochspannungstrasse führt mitunter nur 20 Meter an bestehender Bebauung in Idstein oder Wörsdorf vorbei. Der Magistrat soll deshalb beauftragt werden, in enger Zusammenarbeit mit den ebenfalls betroffenen Kommunen, dem Rheingau-Taunus-Kreis und den Anliegern im Rahmen der Offenlegung der aktuell in Arbeit befindlichen Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur und im Rahmen des vermutlich Ende 2017/Anfang 2018 stattfindenden Planfeststellungsverfahrens in Stellungnahmen an die Bundesnetzagentur auf eine alternative Trassenführung hinzuwirken“, erklärt Fraktionsvorsitzender Andreas Ott.

Wo es möglich ist, sollten Spielräume genutzt werden, um im Rahmen alternativer Trassenvarianten Aspekte der Anwohnerfreundlichkeit, der Siedlungsverträglichkeit und allgemeiner Risikovorsorge durch hinreichende Abstände zu bebauten Gebieten einzuhalten. So könne günstigstenfalls sogar eine Verbesserung gegenüber dem heutigen Bestand erreicht werden. Die Möglichkeiten einer Erdverkabelung seien hierbei ebenfalls mindestens gleichwertig zu prüfen. Ebenfalls wird der Magistrat gebeten, gemeinsam mit weiteren betroffenen Kommunen und mit Unterstützung des Hessischen Städtetages eine rechtliche Prüfung vorzunehmen, ob das Verfahren rechtskonform durchgeführt wurde.

Gesundheitliche Folgen untersuchen lassen

„Ebenfalls bittet die FWG den Magistrat, den Gestzgeber aufzufordern, das Gesetz über den Bundesbedarfsplan dahingehend zu ändern, dass das Vorhaben II – Höchstspannungsleitung Osterrath-Philippsburg: Gleichstrom – in der Anlage (zu § 1 Absatz 1) Bundesbedarfsplan mit der Kennzeichnung E versehen wird und somit eine Erdverkabelung vorgenommen werden muss. Alternativ muss die kombinierte Wechselstrom-Gleichstrom-Hochspannungs-Freileitung Ultranet auf jeden Fall einen Abstand von mindestens 400 Metern – besser 600 Meter – zu Wohngebieten einhalten“, so Andreas Ott. Der Gesetzgeber sei zudem aufzufordern, die gesundheitlichen Auswirkungen kombinierter Wechselstrom-Gleichstrom-Hochspannungs-Freileitungen umfassend zu untersuchen und bei Bedarf weitere Maßnahmen zum Schutz der Anwohner in die Wege zu leiten.