Erster Rheingauer Klostersteigtag am Palmsonntag, 25. März

Die Basilika von Schloss Johannisberg ist eine Station auf dem Rheingauer Klostersteig.Foto: Wolfgang Blum  Foto: Wolfgang Blum

Pilgern an Palmsonntag ist das Motto des 1. Rheingauer Klostersteigtages, für den der Arbeitskreis Rheingauer Klostersteig ein vielfältiges Programm erarbeitet hat. Am 25....

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RHEINGAU. Pilgern an Palmsonntag ist das Motto des 1. Rheingauer Klostersteigtages, für den der Arbeitskreis Rheingauer Klostersteig ein vielfältiges Programm erarbeitet hat. Am 25. März sind die sechs Klöster, die der vor eineinhalb Jahren eingeweihte Rheingauer Klostersteig miteinander verbindet, ausnahmsweise nicht Durchgangsstation, sondern ausgewählter Zielpunkt. Die Pilger können in Kloster Marienthal oder der Abtei St. Hildegard in Eibingen an der Palmweihe teilnehmen, in Kloster Eberbach meditieren oder eine spirituelle Klosterführung mitmachen. Schwester Philippa Rath von der Abtei St. Hildegard führt um 10.30 Uhr durch das Hildegard-Labyrinth. Wer will, kann aber auch mit Pilgerführer Wolfgang Blum um 14 Uhr vom ehemaligen Benediktinerkloster Schloss Johannisberg bis zur Kapelle der „Klaus“, dem früheren Frauenkloster am Fuß des Berges wandern, das – in Privatbesitz – sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Von Nonnen und Schafen

Ebenfalls um 14 Uhr führt Matthias Breuer von der Abtei St. Hildegard ins Stegbachtal zum Kloster Nothgottes. Der Frage, „Was Nonnen schon von Schafen wissen“, geht Pfarrer Kurt Weigel um 14.30 Uhr bei einem Gang über das Gelände des St. Vincenzstiftes zum Schafhof nach, wo der Aulhäuser Pfarrer Einblicke in die Kellergewölbe des Anwesens gibt. Zwischen drei und vier Stunden müssen die Teilnehmer der Wanderungen einplanen. Die Teilnahme kostet zwischen drei und fünf Euro. Es gibt auch Führungen in der Basilika von Kloster Eberbach und an Kloster Nothgottes.

Wer einzelne Etappen oder den ganzen 30 Kilometer langen Weg von Kloster Eberbach bis zum Kloster Marienhausen laufen will, findet entlang des Weges in den Klostercafés in Marienthal und in der Abtei St. Hildegard Einkehrmöglichkeiten. Erstmals in diesem Jahr ist das Bistro auf der Hallgartener Zange geöffnet, wie Blum berichtete.

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Der Pilgerführer macht sich schon einen Tag zuvor um 4.30 Uhr auf den Weg, um die gesamte Strecke von Kloster Eberbach über die Ruhepunkte Unkenbaum, Pfingstbachtal und Honigberg nach Schloss Johannisberg und von dort über Kloster Marienthal, Kloster Nothgottes, die Abtei St. Hildegard und den Ruhepunkt Ebental ins Kloster Marienhausen zu wandern (Anmeldungen sind nicht mehr möglich). Ob dann auch die Passagen rund um die Hallgartener Zange wieder offen sind, die seit dem Sturm im August vergangenen Jahres gesperrt sind, wird sich in diesen Tagen entscheiden. Ansonsten ist eine Abkürzung ausgeschildert. Blum bietet an drei Terminen auch die Entdeckung des Klostersteigs in drei Rundtouren an.

Wandern und Innehalten, die Suche nach sich selbst, oder, wie es Blum ausdrückt, „Beten mit den Füßen“: Pilgern ist ein großes Thema, weiß Maren Gutberlet von der Rheingau-Taunus Kultur- und Tourismus GmbH, die sich gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern im Arbeitskreis Klostersteig – Vertretern des Zweckverbandes Rheingau, der Klöster, Wanderführer Wolfgang Blum und Ideengeber Caspar Söling, Geschäftsführer des Vincenzstiftes – regelmäßig bei Treffen Gedanken macht, was noch zu verbessern wäre. So wurde auch eine Lösung für den Zugang zur Marienkirche gefunden. Per telefonisch zu erfragendem Zahlencode können die Pilger einen Tresor im Innenhof des Klosters auf dem Gelände des Vincenzstiftes öffnen, in dem sich der Schlüssel zur Kirche findet. In der Sakristei dann das nächste Rätsel. Die Zahlenkombination zur Öffnung einer Truhe ergibt sich aus den in den Klöstern gesammelten Stempeln und den dort vermerkten Nummern. In der Kiste findet sich für jeden Pilger ein kleines Holzkreuz aus Rebenholz, gefertigt in der Behindertenwerkstatt des Vincenzstiftes.