Rathauschef Westedt informiert Bürger über neuen Blitzer

Die Blitzsäule soll unter anderem Lkw ohne Durchfahrtsgenehmigung erfassen. Foto; VF/Volker Dziemballa  Foto:

„Ja, der Blitzer rechnet sich“, verriet Bürgermeister Dirk Westedt den Massenheimern in der letzten Bürgerfragestunde. Sie wollten alles so genau zur neuen Blitzsäule in...

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MASSENHEIM. „Ja, der Blitzer rechnet sich“, verriet Bürgermeister Dirk Westedt den Massenheimern in der letzten Bürgerfragestunde. Sie wollten alles so genau zur neuen Blitzsäule in der Wallauer Straße am Ortsein- beziehungsweise -Ausgang Richtung Wallau wissen, dass Westedts Antworten die für die Ortsbeiratssitzung eingereichte Anfrage der CDU direkt miterledigten. Die Fraktion hatte um Auskunft gebeten, ob der Blitzer seit dem Beginn der Bauarbeiten am Wiesbadener Kreuz Lastwagen über 7,5 Tonnen registriere. Denn für sie gibt es, sofern keine Anlieger, ein Durchfahrtverbot.

Westedt berichtete von einer extra dafür gestarteten Aktion, die genau eine Woche lief. Dabei „wurden 150 Lkw“ mit 7,5 oder mehr Tonnen in beiden Fahrtrichtungen „geblitzt“. Ergebnis der Kontrollen war, dass von diesen 150 Lkw im Durchschnitt „acht, neun am Tag nicht berechtigt waren, durchzufahren“, informierte Westedt und erklärte: „Diese Aktion hat uns 2700 Euro gekostet.“ Deshalb werde die Stadt spezielle 7,5-Tonner-Kontrollen zwar „nur drei-, viermal pro Jahr machen“ können, die aber „in unregelmäßigen Abständen“ unangekündigt vornehmen.

Zum Thema Lkw zog Michael Mehr (GAL) später seinen Antrag wegen der Baustellenfahrzeuge vom und zum Schänzchen III zurück. Denn nachdem Mehr unter anderem von „vier Muldenkippern hintereinander“ in den vergangenen Tagen berichtet hatte, versprach Westedt sofort: „Wir werden noch mal mit dem Bauunternehmer reden.“ Dagegen rechne sich die stetige Pkw-Kontrolle: „Innerhalb von 14 Tagen haben wir durchschnittlich 500 Pkw, die ebenfalls in beide Richtungen geblitzt werden“, sagte Westedt. Dabei habe die Säule langsam auch den gewünschten Erfolg erzielt. Tendenziell erfasse sie immer weniger Fahrer, die für zu hohe Geschwindigkeit zahlen müssen. Nein, am Ortsausgang gen Wicker dürfe die Stadt keine Blitzsäule installieren, beantwortete Westedt wie schon öfter in den vergangenen Monaten die Bitte um eine weitere Säule. Für sie reicht Richtung Wicker schlicht der rechtlich vorgeschriebene Abstand zum Ortseingang nicht. Stattdessen könne hier nur ein elektrisches „Tempo-Warnschild“ installiert werden. Westedt versicherte: „Es ist bereits bestellt.“, Wegen vieler Klagen von Bürgern und Anträgen des Ortsbeirats zu Verkehrsbelastung, wildem Parken und Überfahren der Gehsteige versicherte Westedt: „Wir gucken uns die Situation in der Haupt-, Wickerer und Wallauer Straße gerne noch mal an.“

Polizei prüft, ob die Stadt Parklinien ziehen darf

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Aktuell prüfe die Polizei mit Hessen Mobil, ob die Stadt in der Hauptstraße geschlossene Linien ziehen dürfe. Wer dann dort parke, könne zwar nur mit 10 Euro zur Kasse gebeten werden, wogegen bei Verstoß gegen das jetzige Parkverbotsschild 15 Euro anfallen. Aber die Hoffnung sei, dass sich die Linie als effektiver erweist. Westedt erklärte auch, warum der Ortsbeiratsbeschluss vom November 2016, die Pfarrgasse zur Wickerer Straße zu öffnen, aber dort nur Rechtsabbiegen zu erlauben, noch nicht umgesetzt ist. „Die Pfarrgassen-Öffnung ist mit Kosten verbunden und deshalb für den Haushalt 2019/20 angemeldet, weil sie in diesem Haushalt nicht drinsteht.“ Dasselbe gelte für die Gehsteig-Sanierung der Pfarrgasse.

Unabhängig von einem Haushaltsposten „werden aber alle Stolperstellen über zwei Zentimeter sowieso gemacht“, erklärte Westedt. Denn dabei handelt es sich um eine Gefahrenlage, die Handlungsbedarf begründet. Noch vor dem endgültigen Wintereinbruch lasse die Stadt auch „die Hubbel am Diedenbergener Weg“ beseitigen und mit Kies ausfüllen, ihn aber erst 2018 asphaltieren.