Ortsbeirat: Bürgermeister Dirk Westedt tritt Gerüchten entgegen

Drei Gerüchte, die in Massenheim kursieren, haben keine Grundlage. Dies stellte Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) jetzt zu diesbezüglichen Anfragen im Ortsbeirat klar. Die...

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MASSENHEIM. Drei Gerüchte, die in Massenheim kursieren, haben keine Grundlage. Dies stellte Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) jetzt zu diesbezüglichen Anfragen im Ortsbeirat klar. Die erste Anfrage aus den Zuhörerreihen: Ob in der Gartenstadt „jetzt eine Unterkunft für Migranten gebaut werden soll“, wollten Anwohner wissen. Nein, so Westedt, das sei nur vor zwei Jahren „in großer Not“ angedacht worden. Stattdessen werde der Akazienring wie geplant und berichtet mit Wohnhäusern bebaut.

Keine Planungen für einen Ringverkehr

Ebenso widerlegte Westedt das Gerücht, auf dessen Grundlage Erich Gonder (CDU) vermutete, dass sich damit „der millionenschwere Umbau des Hochheimer Bahnhofs erübrigen“ würde. „Es ist zu hören“, sagte Gonder, „dass es in naher Zukunft einen wie auch immer gearteten Ringverkehr vom Bahnhof Flörsheim über Weilbach, Wicker und Massenheim zum Hochheimer Bahnhof und zurück geben soll.“ Falls es so ein Vorhaben gäbe, wäre nicht nur der Magistrat informiert, dementierte Westedt jegliche Planung für einen Ringverkehr: „Wir sind in allen Aufsichtsratgremien, haben nichts angeregt und wissen nichts davon.“

Genauso wenig stimme die Annahme, auf der die Anfrage der SPD beruhte, dass die Stadt einen Vertrag mit einem Taxiunternehmen für das Anruf-Sammel-Taxi (AST) 46 hat. Die SPD wollte wissen, was genau der Inhalt des Vertrags sei, wie viel das AST die Stadt pro Jahr koste und wie oft das Angebot genutzt werde. Dazu konnte Westedt keine Auskunft geben, weil es keinen Vertrag gebe. Denn das AST ist ein Service der Main-Taunus-Verkehrsgesellschaft für fahrgast-schwache Zeiten. Deshalb entstünden der Stadt auch keine Kosten und lägen ihr keine Nutzerzahlen vor. Dass es immer noch keine Mitfahrbänke gibt, liege auch nicht am Magistrat. Der warte noch auf die Entscheidung der Fraktionen, „wo die Bänke hin sollen“.

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Dass am Akazienring 2 bis 10 weder eine Flüchtlingsunterkunft noch ein Gewerbegebäude entsteht, untermauerte die Auskunft sowohl des Hauptamts als auch des Amts für Bauen und Stadtentwicklung zur Anfrage der GAL. Sie griff die „erhebliche Unruhe“ auf, die der Aushang an der Baustelle zur Gartenstadt-Einfahrt bei vielen älteren Bewohnern erzeugt habe. Die Antworten beider Ämter erläutern, dass der missverständliche Aushang mit dem Bauvorhaben nichts zu tun habe, das Gebäude nur für Wohnzwecke genehmigt und keine gewerbliche Nutzung vorgesehen sei. Das irritierende Schild solle ausgetauscht werden.