Heidelberger Theaterfestival mit Internet-Sektion

Lea Göbel ist neue Netzmarkt-Kuratorin. Foto: Göbel

Der „Netzmarkt“ wird zu einem neuen Teil des traditionsreichen Stückemarkts für Gegenwartsdramatik.

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HEIDELBERG. (red). Das Programm des 38. Heidelberger Stückemarkts erweitert sich mit dem „Netzmarkt“ um eine zusätzliche Digitalauswahl: Neben den Uraufführungen, Wettbewerben für neue Autoren und internationalen Gastspielen, die das traditionsreiche Heidelberger Festival für zeitgenössische Dramatik kennzeichnen, werden mit dem neu geschaffenen Angebot im Internet zusätzlich die aktuellen digitalen Entwicklungen der deutschsprachigen Theaterlandschaft berücksichtigt und honoriert, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Auswahl der drei digitalen Produktionen im Festivalprogramm wurde Lea Goebel gewonnen, Kuratorin des „Netzmarkts“ und Dramaturgin am Schauspiel Köln. In dem neu geschaffenen Teil des Festivalprogramms sieht sie eine „große Signalwirkung und Wertschätzung“ für alle Theatermacher, die sich mit digitalen Konzepten auseinandersetzen – und daran über die aktuelle Situation hinaus festhalten möchten.

Das innovative Potenzial und die „Hinwendung zum offenen Experimentierraum“, den Goebel in den digitalen Theaterproduktionen erkennt, die seit März 2020 und insbesondere November 2020 entstanden sind, spiegelt sich auch in der Auswahl der Stücke für das Festivalprogramm. Die Longlist umfasst sowohl Produktionen großer Theaterhäuser als auch aus der freien Theaterszene und bildet eine Bandbreite digitaler Kanäle von Youtube und Livestream bis hin zu Game-Theater und hybriden Formaten ab.

Gastland des Heidelberger Stückemarkts ist in diesem Jahr Litauen. Nach der Absage im vergangenen Jahr sollen 2021 vielversprechende litauische Autoren und herausragende Gastspiele im Zentrum stehen. Die Programm-Veröffentlichung des Festivals erfolgt Mitte März.