Nicht zu verstehen

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Zutritt nur für Eingeweihte: Eisner (Harald Krassnitzer, l.), Fellner (Adele Neuhauser) und Schimpf (Thomas Stipsits).  Foto: ARD Degeto/ORF/ Hubert Mican

Worum auch immer es im neuen Wiener "Tatort" "Her mit der Marie!" geht: Die Rezensentin hat die Hoffnung, die Antwort auf diese Frage zu erfahren, nach insgesamt knapp 60...

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. Von Kirsten Ohlwein

Worum auch immer es im neuen Wiener "Tatort" "Her mit der Marie!" geht: Die Rezensentin hat die Hoffnung, die Antwort auf diese Frage zu erfahren, nach insgesamt knapp 60 Minuten der Vorabansicht im digitalen Presseraum des Ersten zweimal aufgegeben.

Versuch eins endete nach 20 Minuten und dem vergeblichen Bemühen, den unfassbar schlechten Ton und den diesmal wirklich nahezu unverständlichen Wiener Schmäh zu verstehen. Da keine Untertitel zur Verfügung standen, brauchte es einen zweiten Versuch ein paar Tage später, der nicht wesentlich erfolgreicher nach 40 Minuten Laufzeit sein jähes Ende fand.

Nicht einmal Harald Krassnitzer, der sonst relativ deutliches Deutsch spricht, ist in diesem Film zu verstehen. So bleibt nur eine kurze Zusammenfassung des Inhalts aus dem offiziellen Pressetext: Eine verkohlte Leiche wird auf einer Landstraß;e gefunden. Der Mann wurde erschossen, ihm wurde auß;erdem der Kiefer eingeschlagen. Moritz Eisner (Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) haben weder Indizien noch Hinweise und arbeiten sich Zentimeter für Zentimeter voran. Unklar bleibt allerdings zu oft, was sie dabei eigentlich besprechen und wie die Ermittlungsschritte zustande gekommen sind.

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Für die Zuschauer bleibt nur der Tipp, unbedingt die Untertitel einzuschalten. Eventuell bringt die textliche Unterstützung Licht ins genuschelte Dialekt-Dunkel. Ob das Ende überraschend, spannend oder an den Haaren herbeigezogen ist, lässt sich leider ebenso nicht sagen. Eines beweist der Krimi: Es gelingt nicht immer, sich aus den Bildern allein einen Reim zu machen. Schade um das sonst so zielsicher agierende und sympathische Team aus Wien, aber hier passt leider gar nichts.