Ein Duo am Ende

aus Tatort & Polizeiruf 110

Thema folgen
Falke (Wotan Wilke Möhring) macht sich große Vorwürfe.  Foto: NDR/Alexander Fischerkoesen

Von Carsten RaveDer Flammentod des Afrikaners Oury Jalloh in einer Dessauer Gefängniszelle sorgte 2005 für einen gewaltigen öffentlichen Aufruhr. Jetzt wurde das Geschehen...

Anzeige

. Von Carsten Rave

Der Flammentod des Afrikaners Oury Jalloh in einer Dessauer Gefängniszelle sorgte 2005 für einen gewaltigen öffentlichen Aufruhr. Jetzt wurde das Geschehen Vorlage für einen "Tatort"-Krimi.

Es ist schon dunkel, als sich die Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) auf die Lauer legen, um zwei dunkelhäutige Männer dingfest zu machen, die mutmaß;lich mit gefälschten Pässen handeln. Dann der Zugriff. Die Täter entkommen zunächst, schließ;lich verpasst einer von ihnen Katharina Lorenz einen Schlag in die Magengrube, bis Falke eintrifft und den Mann krankenhausreif schlägt - fast besinnungslos vor Wut.

Doch dann fängt der Krimi "Verbrannt" erst richtig an. Auf der Polizeiwache werden die beiden Männer durchsucht. Der Griff in die Tüte mit der Dealerware ergibt: Es waren Fuß;ballbilder! Peinliche Geschichte für die Bundespolizisten. Doch für die Asylbewerber bedeutet der harmlose Fund längst keine Freiheit. Der immer noch stark blutende Afrikaner wird in einer Zelle an Armen und Beinen gefesselt. Am frühen Morgen schlagen Flammen in der Zelle hoch, der Mann verbrennt ...

Anzeige

Falke, den nach seiner ersten Überreaktion ein schlechtes Gewissen umtreibt, will wissen, was da los war. Anders Revierleiter Werl (Werner Wölbern), der sich schützend vor seine Mannschaft stellt. Irgendwann gibt es einen Täter, aber moralisch folgerichtig für solch einen TV-Fall viele Schuldige.

Für das "Tatort"-Team Möhring/Schmidt-Schaller ist "Verbrannt" die letzte gemeinsame Zusammenarbeit in der Reihe. Die 35-jährige Schauspielerin, deren Vater schon zu DDR-Zeiten Ermittler im "Polizeiruf 110" war, steigt aus. Für sie rückt die gleichaltrige Österreicherin Franziska Weisz nach. (dpa)