Düsteres
 Märchen

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) haben noch ein paar Fragen.  Foto: MDR/filmpool fiction/Stefan Erhard

Magdeburg bei Nacht. Eine junge Frau wird bei einem illegalen Autorennen von einem Wagen mit 150 km/h überfahren und stirbt. Der Fahrer flieht. Die Hauptkommissare Doreen...

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. Von Kirsten Ohlwein

Magdeburg bei Nacht. Eine junge Frau wird bei einem illegalen Autorennen von einem Wagen mit 150 km/h überfahren und stirbt. Der Fahrer flieht. Die Hauptkommissare Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und Dirk Köhler (Matthias Matschke) vermuten, dass der Täter in der Gruppe "Le Magdeburg" zu finden ist, deren Mitglieder nachts durch Magdeburgs Straß;en heizen. Falsch liegen sie zwar nicht, aber ganz so einfach, wie sich der Fall zu Beginn darstellt, werden die Ermittlungen dann doch nicht.

Regisseur Thorsten C. Fischer zaubert eine fast märchenhaft anmutende Magdeburger Ästhetik auf den Schirm. Die Bilder spiegeln die Handlung wider: laut, bunt, voll und doch auch düster, geheimnisvoll und irgendwie verboten. In einer Nebenrolle brilliert Ben Becker als trauernder Vater und bietet sein ganzes emotionales Repertoire auf.

Besonders faszinierend: Lange Zeit weiß; der Zuschauer weniger als die Kommissare. Aber das wird natürlich erst deutlich, als der Krimi bereits in der letzten Kurve und auf direktem Weg Richtung Zielgerade ist. Ein interessantes Stilmittel, das in diesem Krimi intelligent, nicht allzu laut und gewitzt eingesetzt wird.