EINTRACHT FRANKFURT Testspielsieg in Kaiserslautern bringt wichtige Erkenntnisse
/KAISERSLAUTERN. (pep). Die Frankfurter Eintracht geht gut gerüstet in die neue Saison, die am nächsten Sonntag mit dem Pokalderby bei den Offenbacher Kickers beginnt. Im letzten ernst zu nehmenden Testspiel siegte der Fußball-Bundesligist sicher und souverän mit 2:0 (1:0) beim 1.FC Kaiserslautern, bevor sich das Team einen Tag später bei der offiziellen Saisoneröffnung von 15000 Anhängern feiern ließ.Trainer Michael Skibbe zeigte sich "zufrieden" mit der Leistung, "obwohl wir am Anfang viele Passfehler begangen haben, hatten wir immer die Kontrolle".
Frankfurts Torwart Oka Nikolov musste während der gesamten 90 Minuten nicht einen einzigen schwierigen Ball abwehren. Die Abwehr der Eintracht hatte konzentriert und gut gearbeitet. Im Zentrum verteidigten diesmal Marco Russ und Aleksandar Vasoski und vertraten die verletzten Maik Franz und Chris zuverlässig. "Vasoski hat sehr abgeklärt gespielt", sagte Michael Skibbe, "ich bin mit seiner Leistung wieder einmal sehr zufrieden". Der 29 Jahre alte Mazedonier ist sicher ein Gewinner der Vorbereitung unter dem neuen Trainer. Nach langen Verletzungspausen wegen eines Sehnenrisses in der Hüfte und zwei Lungenoperationen hat er den Anschluss wieder geschafft und zumindest den Franzosen Habib Bellaid überholt.
Einen zweiten Gewinner hatte Michael Skibbe schon am Abend vor dem Spiel proklamiert. Oka Nikolov hat das Rennen um den Stammplatz zwischen den Pfosten erst einmal gewonnen. "Körpersprache und Ausstrahlung sind sehr souverän", begründete Skibbe seine Entscheidung pro Nikolov und contra Markus Pröll, "damit tut er unseren Team mit der neuen Spielweise sehr gut". In einem Sechsaugen-Gespräch hatte der Trainer den beiden verbliebenen Anwärtern auf die Torwartposition seine Entscheidung mitgeteilt.
Die Eintracht hat in Kaiserslautern nicht besonders spektakulär gespielt und auch vom angestrebten Offensivfußball mit Pressing war nicht viel zu sehen. Aber die Frankfurter waren klar dominant und hätten vor 5500 Zuschauern deutlich höher gewinnen können. Doch nur Patrick Ochs in der 38. nach tollem Pass von Christoph Spycher und Alexander Meier in der 67. Minute nutzten zwei von vielen Fehlern in der Abwehr der Pfälzer. Die meisten Plätze im Frankfurter Team dürften nach dieser gelungenen Generalprobe vergeben sein. Neben Oka Nikolov und dem erneut starken Alexander Meier sind auch die Außenverteidiger Patrick Ochs und Christoph Spycher gesetzt. An den Neuzugängen Pirmin Schwegler und Selim Teber führt im Mittelfeld kein Weg vorbei. Auch Benjamin Köhler hat mit viel Fleiß unterstrichen, dass er sich seiner Bestform nähert.

