Personalplanung hinter geschlossenen Türen
21.02.2012 - WIESBADEN
Von Jürgen Möcks
VCW Vor allem Annahme soll stabilisiert werden
Sie wollen sich nicht in die Karten schauen lassen, am liebsten das Thema klein halten. Ganz klein. Verständlich. Schließlich steckt der VC Wiesbaden mitten drin, im Kampf um die Playoff-Teilnahme. Da sollen alle hinderlichen Nebengeräusche ausgeschaltet bleiben. Doch hinter den Kulissen arbeiten die Verantwortlichen des Volleyball-Bundesligisten und Trainer Andreas Vollmer an der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison. Gestern offerierte der Verein seinem ersten Angestellten die Sichtweise der Spielerinnen. „Es gibt offiziell nichts zu vermelden“, sagt Bundesliga-Koordinatorin Nicole Fetting. Es sei ein reiner Gedankenaustausch gewesen. Immerhin: Das Umfeld werde bei der Mannschaft als professionell wahrgenommen. Nur so viel: „Wir werden uns sicherlich von ein, zwei Spielerinnen trennen. Aber das ist ja ganz normal im Sport.“ Auch Vollmer spricht von einer „reinen Informationsveranstaltung“ und betont: „Keiner hat unterschrieben, keiner ist gestrichen worden.“
Die Grundstruktur der Mannschaft bleibe sicherlich bestehen. Mit Spielführerin Regina Burchardt an der Spitze. Der Vertrag der Nationalspielerin läuft noch bis 2013, allerdings besitzt die 28-Jährige eine Ausstiegsklausel in ihrem Kontrakt. „Unsere Schwachpunkte hat man gesehen. Unsere Annahme muss stabiler werden“, sagt Vollmer. Dies könne über eine Personalveränderung oder gesteigertes Trainingsvolumen erreicht werden. „In diesem Punkt“, urteilt Vollmer, „sind wir am unteren Level der ersten acht, neun Mannschaften.“

