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Wiesbadener Kurier

Fußball 

Erneut die Frage: Wer steht im Tor?

12.03.2009 - FRANKFURT

Eintracht-Trainer Funkel sucht Gespräch mit den beiden Keepern/Personallage entspannt sich

(pep). Im Vorfeld einer Saison kommt es schon mal vor, dass ein Trainer in der Fußball-Bundesliga die Frage nach dem Stammtorwart aus Gründen der Motivation offen lässt. So auch bei Eintracht Frankfurt, wo seit einigen Jahren Markus Pröll und Oka Nikolov meist "auf Augenhöhe" in die Vorbereitung starten. Wiederholt hatte sich Trainer Friedhelm Funkel dann für Markus Pröll als "Nummer eins" entschieden. Was sich dann wegen Verletzungen des 29 Jahre alten Pröll oft wieder änderte. Dass ein Trainer während der laufenden Spielzeit die Torwartfrage für offen erklärt, ist dagegen ungewöhnlich. Funkel sagt, dass er vor dem Heimspiel am Samstag, 15.30 Uhr, gegen die TSG 1899 Hoffenheim noch keine Entscheidung gefällt habe.

Gilt immer noch Funkels Aussage von vergangener Woche, dass Pröll die Nummer eins ist? Wenn ja, könnte dieser zwischen die Pfosten zurückkehren, denn bei seinem ersten Training der Woche war Pröll gestern wieder im Vollbesitz seiner Kräfte. Funkel hat aber auch gesagt, "dass ich einen guten Torwart nicht rausnehme". Also müsste Nikolov wieder spielen, der in Bielefeld gewohnt solide gehalten hatte. Funkel: "Was aufs Tor kam, musste er halten."

In diesen Tagen werde er das Gespräch mit seinen Torhütern suchen, hat Funkel nun angekündigt. Mit einfließen in die Entscheidung wird auch die Meinung von Torwarttrainer Andreas Menger, der die Keeper gestern im Training verschärft unter Beschuss genommen hat. Mit der nächsten Saison, so Funkel, habe die aktuelle Entscheidung "überhaupt nichts zu tun". Nicht wenige glauben, dass der neu verpflichtete Schalker Ralf Fährmann als neue Nummer eins vorgesehen ist und die Eintracht deshalb ein Interesse daran habe, Pröll abzugeben. Der Ex-Kölner hat im Gegensatz zu Nikolov allerdings noch einen Vertrag, der bis ins Jahr 2010 läuft. Kompliziert.

Auch auf anderen Position hat der Frankfurter Trainer einige Alternativen. Zwar musste Patrick Ochs wegen seiner Beckenprellung gestern das Training wieder vorzeitig beenden, den Einsatz des Verteidigers aber sieht Funkel "nicht gefährdet". Nikos Liberopoulos hat erstmals nach dem Zehenbruch wieder mit der Mannschaft trainiert und könnte wohl auch wieder spielen, die zuletzt gesperrten Marco Russ und Martin Fenin sind sowieso wieder dabei. Im Training beweisen sich auch Christoph Spycher und Zlatan Bajramovic. Bei beiden könnte es bis zu einem Bundesliga-Einsatz noch einige Zeit dauern, doch die Hoffnung hat der Trainer für diese Saison nicht aufgeben. Bajramovic sehnt er geradezu herbei. Er hoffe "inständig", dass der ehemalige Schalker die nächsten Wochen problemlos trainieren kann, "denn das ist ein Klassespieler, ein Führungsspieler, genau wie wir ihn brauchen".


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