Löbelts Horrorfilm
23.08.2010 - GIESSEN
BIEBRICH 02 Kapitän von der Rolle - 1:5 in Gießen
(nn). Es gibt Tage, die verbringt man lieber im Bett. Das weiß man aber erst später, nachdem man mit dem linken Fuß aufgestanden ist. Daniel Löbelt, Kapitän des Verbandsligisten FV Biebrich 02, erwischte beim VfB Gießen einen solchen Tag. Einen der Marke rabenschwarz. Die 1:5- Niederlage leitete er durch zwei verursachte Strafstöße ein. Überdies sah Löbelt bei den Gegentoren drei und fünf nicht gut aus. „Ein Spiel gegen den zuvor guten Trend. Hätte es die Elfmeter nicht gegeben, wäre das ein 0:0-Spiel geworden“, mutmaßte Spielausschuss-Chef Thomas Utikal.
Derby-Glanz verflogen
Löbelts persönlicher „Horrorfilm“ mit dem Titel „Ein Mann steht neben sich“ begann mit einem Strafraum-Handspiel in unbedrängter Lage und setzte sich fort über ein stehen gelassenes Bein, das Gießen einen erneuten Penalty einbrachte. Das Paradoxe dabei: Bis zu diesen Szenen (50./64.) stand die Gästedeckung ziemlich sicher. Gießens 2:0 drückte in der Folge bei den 02ern mächtig aufs Gemüt, zudem verhinderte die Hitze eine Aufholjagd.
Der Glanz des Derby-3:0 über den Türkischen SV ist jedenfalls ad hoc verflogen. Biebrich hat vor dem Spiel gegen Lollar wieder Bodenhaftung und es scheint doch schwerer als gedacht, sich unter den besten Sieben anzusiedeln. Über Spielführer Daniel Löbelt, der selbst am meisten mit seiner Patzer-Serie haderte, wollte Trainer Engin Özdemir nicht den Stab brechen. „Solche Tage gibt es. Er hat ja nicht absichtlich schlecht gespielt. Als das Spiel dann praktisch gelaufen war, hätte es auch nichts mehr gebracht, ihn auszuwechseln.“
FV Biebrich 02: Strzelecki - Pilger (65. Meurer), Löbelt, U. Polat, Sengün - Maurer, Oezdemir, Simsek, Kramke (65. Rivera) - V. Zer, O. Zer.
Tore: 1:0 O. Schmidt (50./Handelfmeter), 2:0 O. Schmidt (64./Foulelfmeter), 3:0 Maro (75.), 4:0 N. Celik (81.), 5:0 Maro (88.), 5:1 O. Zer (89.).- SR: Dutschmann (Solms).- Zu.: 80.

