U19 des SV Wehen Wiesbaden macht Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga perfekt
20.06.2010 - DILLINGEN
Von Matthias Schlenger
Es ist vollbracht: Nach dem 3:2 im Hinspiel um den Aufstieg in die A-Junioren-Bundesliga hat die U19 des SV Wehen Wiesbaden auch das Rückspiel in Dillingen beim 1.FC Saarbrücken mit 3:1 (2:1) für sich entschieden und steigt in die Bundesliga auf. „Einfach sensationell“, strahlte Bernhard Raab, Leiter des SVWW-Nachwuchs-Leistungszentrums. „Damit haben wir ein super Jahr gekrönt“, jubelte Keeper Raphael Laux.
Was ein Mal funktioniert hat, klappt auch ein zweites Mal. So hatte Busfahrer Edgar Spreitzenbarth sein Gefährt zur Mittagspause am selben Hotel im Kaiserslauterer Vorort Eselsfürth abgestellt, wo vor drei Jahren die Erste Mannschaft Station gemacht hatte, bevor in Pirmasens der Aufstieg perfekt gemacht wurde. Ähnlich wie damals geriet der Sieg des SVWW nicht in Gefahr, entsprechend die Betriebsamkeit um die Trainerbank in der Schlussphase, wo die roten Aufstiegs-Shirts mit der Aufschrift „Bundesliga, wir kommen!“ ausgepackt wurden.
Albrecht und Streker treffen
Abgezockt hatte sich der SVWW in Durchgang eins präsentiert, Quentin Albrecht (10.) und Denis Streker per Kopf nach einem Freistoß von Michael Seidelmann (38.) trafen. „Unsere Führung zur Pause war wichtig“, befand Kapitän und Abwehrchef Daniel Döringer. Keeper Raphael Laux hatte lediglich gegen Erik Durm (18.) das Nachsehen, war ansonsten unüberwindbar.
„Solche Spiele, in denen eine gewisse Anspannung da ist, liegen mir“, gab die Nummer 1 zu Protokoll. Die Vorgabe von Trainer Friedel Müller, nach der Pause die ersten 15 Minuten ohne Gegentor zu überstehen, setzte das Team um. Erneut per Kopf markierte Wal Fall das entscheidende 3:1 (83.) und nahm die Gelbe Karte wegen Trikotausziehens gern in Kauf.
"Absolut verdient"
„Wenn man beide Spiele betrachtet, ist der Aufstieg absolut verdient“, meinte Raab. „Die Jungs haben sich gegen einen starken Gegner taktisch hervorragend präsentiert“, lobte Müller. „Wir sind inklusive der Aufstiegsspiele ein ganzes Jahr lang ungeschlagen geblieben“, betonte Döringer, „das werden die meisten von uns nicht nochmal erleben.“
Das Trainergespann Friedel Müller/Steffen Popp bleibt indes nicht zusammen. Aus familiären Gründen wird Popp nächste Saison bei seinem Heimatverein in Katzenelnbogen einsteigen. „Es waren drei anstrengende Jahre, aber es hat viel Spaß gemacht, mit Friedel zusammenzuarbeiten. Wir haben unser Ziel erreicht. Schön, auf dem Höhepunkt aufzuhören“, so Popp. Neuer Co-Trainer wird Christian Lüllig, der unter Müller zwei Jahre in der Reserve des SV Wehen spielte.

