Samstag, 11. Februar 2012 22:38 Uhr
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Wiesbadener Kurier

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Auf schnellstem Weg zum Trainer-König

28.10.2008 - INGOLSTADT

Ex-Profi Fink führt den FC Ingolstadt an

gbr. INGOLSTADT Seine eigene Handschrift zu setzen, darum geht es Thorsten Fink. Komme, was wolle. Für die beiden jüngsten Pleiten seines FC Ingolstadt folgt seine Feder jedoch ausnahmsweise den Worten eines anderen. Immerhin eines König: "Wie Otto Rehhagel einst sagte: Wir haben eine Schlacht verloren, nicht aber den Krieg." Sprich: Die Zuversicht des Fußball-Lehrers Fink ist nicht im Geringsten getrübt. "Fußball spielen können meine Jungs richtig gut, es fehlt nur die Aggressivität im Zweikampf." Fink, der als Spieler 367 Bundesligaeinsätze für Wattenscheid, Karlsruhe und den FC Bayern bestritt, will selbst einmal zu den großen Feldherren der Fußballgeschichte gehören. Das Zeug dazu wird ihm nachgesagt: Als Trainer gelang ihm bisher alles, was er anpackte. Was er von Chefcoach Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg lernte, setzte er in kürzester Zeit für die Zweite Mannschaft der Österreicher um. Sechs Punkte betrug der Rückstand, als er übernahm - es folgte der Aufstieg in die Zweite Liga. Im Januar wurde er nach Ingolstadt geholt, sieben Zähler hinter der Spitze - erneut gelang der Aufstieg. Bei besagten Wattenscheidern kickte er vier Jahre mit einem der heutigen SVWW-Trainer, der Finks Ehrgeiz bestätigen kann: "Thorsten war schon als Spieler ein absoluter Leader auf dem Feld. Für mich ist es keine Überraschung, dass er auch als Trainer Erfolg hat", meint Hans Werner Moser, der Fink aber zum morgigen 41. Geburtstag keine Punkte schenken will. An die glaubt Fink auch so.: "Wenn Wehen nicht gewinnt, weiß jeder, was da los ist. Dieser Druck ist unser Vorteil. " Doch zurück zum Thema Handschrift. Fink verfolgt eine Philosophie, die er auch dem SVWW rät: "Wer von seinem Konzept überzeugt ist, darf nicht in schlechten Zeiten alles über den Haufen werfen." Und zumindest Fink ist sehr überzeugt von seinem System: Mit Ingolstadt will er mittelfristig in die Erste Liga aufsteigen. Dafür hat er die Trainingsbedingungen radikal aufgerüstet, baut auf das geplante Stadion. Wohl wissend: "Finanziell geht es uns gut, über Audi als Sponsor kann man eben froh sein." Sollte es nicht mit Ingolstadt klappen, will Fink seinen eigenen Weg unbeirrt weiter gehen. In der zurückliegenden Regionalliga-Saison sagte er einmal: "Der Aufstieg allein reicht mir nicht, ich will Erster werden. Denn nur als Erster bist Du der Beste." Der König.


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