BIEBRICH 1:4-Fehlstart bei Aufsteiger VfB Gießen
GIESSEN (nn). Eine weise Entscheidung von Roland Gisinger, sich bei der Zielsetzung nicht aus dem Fenster zu lehnen. So drückt der 1:4-Auftakt-Dämpfer bei Neuling VfB Gießen, der in die Hessenliga durchstarten will, nicht ganz so schwer aufs Gemüt. Trotzdem ist der Trainer des Fußball-Verbandsligisten FV Biebrich 02 natürlich alles andere als begeistert. Denn seine mutmaßlich verstärkte Mannschaft bekam in Gießen in Sachen Chancenverwertung Grenzen aufgezeigt. Vor allem durch Claudius Weber. Der 31-Jährige Ex-Mainzer und Ex-Wehener erledigte die Nullzweier mit seinen drei Treffern im Alleingang.
Vielleicht wäre die Partie ganz anders verlaufen, wenn der Unparteiische in der 23. Minute die Attacke gegen Bilos Odisho mit Elfmeter geahndet hätte. Aus Biebricher Sicht geschah die Aktion im Strafraum, aus Sicht des Referees außerhalb. Zudem traf Emerich Poharetzki per Freistoß den Querbalken. Anschließend ermöglichten die Gäste durch zwei Patzer im zentralen Mittelfeld Webers Doppelpack zum 2:0.
Nach der Pause zunächst ein anderes Bild. Das schnelle Anschlusstor von Volkan Zer (47./Kopfball nach Eckstoß von Christian Lang) weckte Biebrichs Spielfreude. Poharetzki gelang fast das 2:2. Gießen schien zu wanken, kam aber nicht zu Fall, weil Gino Parson und Weber (65./68.) gegen die aufgerückten Gäste die entstandenen Konter-Räume kaltschnäuzig zu weiteren Treffern nutzten. Wobei Torhüter Denis Ademovic noch zweimal klasse parierte.
Biebrichs Trainer Roland Gisinger filterte mit Blick auf das Dienstag-Spiel gegen Zeilsheim (19.30 Uhr) positive Aspekte heraus: "In der zweiten Hälfte spielte die Mannschaft nach dem verschlafenen Start wie verwandelt. Wäre uns das 2:2 gelungen, hätten wir das Ding mit Sicherheit gewonnen. Wobei Gießen schon sehr stark bestückt ist, taktisch sehr diszipliniert agiert."
FV Biebrich 02: Ademovic - Hadzic, C. Gebhardt, Löbelt - Wilhelm, Tepper, S. Akrri (46. Hachenberger), C. Lang - E. Poharetzki (75. D. Flindt) - B. Odisho, V. Zer.
Tore: 1:0, 2:0 Weber (29./39.), 2:1 Zer (47.), 3:1 Parson (65.), 4:1 Weber (68.).- SR: Schmidt (Gelnhausen).- Zu.: 300.

