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OPEL-ZUKUNFT 

IG Metall wirft Opel-Chef Nick Reilly Vertragsbruch vor

01.02.2010 - FRANKFURT / KAISERSLAUTERN

Nach dem angekündigten Aus für den Standort Antwerpen wirft die IG Metall Opel-Geschäftsführer Nick Reilly offenen Vertragsbruch vor. Die Gewerkschaft sei unter diesen Umständen nicht bereit, den Sanierungsplan für den angeschlagenen Autobauer zu unterstützen. „Die Absicht von Opel/Vauxhall, ein neu entwickeltes Opel-Modell nicht mehr in Antwerpen zu produzieren, sondern die Fertigung nach Korea zu verlagern, verstößt offen gegen vertragliche Zusagen“, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Montag in Frankfurt. Für die Produktion des Fahrzeuges in Belgien liege eine interne positive Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Opel hat auch in Kaiserslautern ein Werk.

Reilly hatte zuletzt bestritten, dass die Zusage, in Belgien einen kleinen Sportgeländewagen (SUV) zu fertigen, verbindlich gewesen sei. Nach seiner Darstellung handelte es sich lediglich um einen Plan.

Die Gewerkschaft sieht das anders und lehnt den von Reilly geforderten Sanierungsbeitrag der Belegschaft von jährlich 265 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren ab. Es sei nicht hinnehmbar, dass die von den Arbeitnehmern geforderten Beiträge dazu missbraucht würden, Schließungskosten von Standorten und Produktionsverlagerungen zu finanzieren.

„Die IG Metall wird darüber hinaus Beiträgen nur dann zustimmen, wenn die Arbeitnehmer dafür Sicherheiten erhalten“, betonte der Gewerkschafter. Der Opel-Betriebsrat hatte als Sicherheiten für Arbeitnehmerbeiträge eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung gefordert. Dies lehnen Reilly und der US-Mutterkonzern General Motors aber ab.

Auf Initiative Hubers lädt der Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbund (EMB), Peter Scherrer, alle Vorsitzenden seiner Mitgliedsgewerkschaften mit Opel-Standorten zu einem Treffen am 23. Februar nach Brüssel ein. Dort soll über gemeinsame Strategien gegen die von GM angekündigte Schließung des Standortes Antwerpen beraten werden.

Das Opel-Werk in Antwerpen. Foto: dpa

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