Frankfurter Flughafen: Fluglärmkommission fordert mehr Nachruhe
22.02.2012 - FRANKFURT
Die Fluglärmkommission fordert mehr Lärmschutz am Frankfurter Flughafen. Die hessische Landesregierung müsse ihr Versprechen einhalten und für ein Nachtflugverbot zwischen 23 Uhr und 5 Uhr sorgen, heißt es in einem Papier, das die Mitglieder der Kommission am Mittwoch mehrheitlich verabschiedeten. In den beiden Stunden davor und danach müsse es deutlich ruhiger werden, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Thomas Jühe. In dem Papier wird die Landesregierung auch aufgefordert, ihre Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht umgehend zurückzunehmen.
Alle 30 Kommunen stimmen für das Papier
Damit rudert die Kommission in ihren Forderungen nach einem erweiterten Nachtflugverbot zurück: Stand noch in dem Entwurf des Papiers, ein Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen zwischen 22 und 6 Uhr sei „erforderlich“, so heißt es jetzt, das Umweltbundesamt fordere für „stadtnahe Flughäfen ein Flugverbot zwischen 22 bis 6 Uhr“. Es sei in mehreren Studien belegt, dass Fluglärm besonders in der Nacht krank machen könne. Deshalb wird vor allem in der Nacht mehr Lärmschutz für die Anwohner rund um den Flughafen gefordert.
Bei der Abstimmung hätten alle 30 in der Kommission vertretenen Kommunen für das Papier gestimmt. Wie nicht zu anders zu erwarten, hätten es die Vertreter der Luftfahrtbranche abgelehnt, sagte Jühe.

