Fraport kann auf Sonderregelung für verspätete Flüge am Flughafen Frankfurt hoffen
21.10.2011 - FRANKFURT
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kann auf Ausnahmeregeln vom vorläufigen Nachtflugverbot für verspätete Flieger rechnen. Der hessische Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) habe ihm eine Lösung innerhalb weniger Tage zugesagt, berichtete Fraport-Chef Stefan Schulte am Freitag bei der Eröffnung der neuen Landebahn "Nordwest".
Fraport und Lufthansa wenden sich gegen eine strikte Anwendung des Nachtflugverbots auch für etwa durch Witterungseinflüsse verspätete Flieger. Solche Ausnahmeregeln seien international aber absolut üblich, erklärte Schulte.
Als Beispiel haben Fraport und Lufthansa den zweiten Sonntag im September angeführt, bei dem schwere Gewitter den Flugbetrieb in Frankfurt massiv gestört hatten. Die Flüge wurden bis spät in die Nacht nachgeholt. Nach dem vom 30. Oktober an geltenden Nachtflugverbot hätten rund 6.000 Fluggäste in Frankfurt übernachten müssen, davon rund 4.500 der Lufthansa. Das Unternehmen bezifferte die möglichen Kosten auf 800.000 Euro.

